Wohnprojekt für Menschen mit psychischen Erkrankungen

Das Projekt "SMS - Selbstständig mit sozialem Netz" bietet 36 Plätze für Menschen mit psychischen Erkrankungen, die mit flexibler Betreuung in eigenen Wohnungen leben.

Geöffnetes Fenster mit Pflanze

Das neue Projekt entspricht dem grundsätzlichen Ziel, Menschen zu möglichst großer Selbstbestimmung und Eigenständigkeit zu befähigen.

Nach einem fundierten Aufbau der Betreuungsbeziehung werden die Betroffenen einmal monatlich von ihren persönlichen Betreuerinnen und Betreuern im Rahmen von Besuchen oder Treffen kontaktiert. Darüber hinaus gibt es stetigen telefonischen Kontakt. In Krisensituationen kann die Betreuung jederzeit maßgeschneidert nach den jeweiligen Bedürfnissen intensiviert werden.

Gesundheits- und Sozialstadträtin Sonja Wehsely:

Das Angebot ist ein wichtiger Mosaikstein, der Menschen mit psychischen Erkrankungen fördert, selbstbestimmt zu wohnen. Die Betroffenen haben die Gewissheit, jederzeit auf professionelle Betreuung zurück greifen zu können.

Das Konzept wurde von "pro mente Wien" entwickelt. Die Stadt Wien unterstützt das Projekt über den Fonds Soziales Wien mit rund 152.000 Euro.

Eigene Wohnung mit Betreuungsangebot

Von den jährlich rund 100.000 Wienerinnen und Wienern, die eine soziale Leistung über den Fonds Soziales Wien erhalten, wurden 2011 rund 43.000 in eigenen Wohnungen betreut. Dafür wurden insgesamt rund 240 Millionen Euro eingesetzt.

Menschen mit chronischer psychischer Erkrankung können häufig selbstständig leben. Sie haben aber oft Bedenken, aus einer intensiveren Betreuungsform in eine eigene Wohnung zu ziehen, da sie die Betreuung nicht zur Gänze verlieren möchten. Daher sind unterschiedliche Angebote wichtig. Im Krankheitsverlauf wechselnde Bedürfnisse können so bestmöglich begleitet werden.

Ausbau des teilbetreuten Wohnens

Doris Graber, Leiterin des Fachbereichs Betreutes Wohnen des Fonds Soziales Wien:

Im Sinne der Entwicklung zu mehr Selbstbestimmung wurde das teilbetreute Wohnen in Wien seit 2004 konsequent ausgebaut. Allein 2011 wurde das Kontingent um 13 Prozent erhöht, vor allem für Menschen mit psychischen Erkrankungen.

2011 investierte die Stadt Wien rund 17,5 Millionen Euro in teilbetreutes Wohnen. Für 2012 sind rund 19 Millionen Euro vorgesehen.

Weiterführende Informationen

Verantwortlich für diese Seite:
wien.at-Redaktion
Kontaktformular