Toxikologielabor der MA 39
Der Arbeitsbereich Toxikologie des Biologielabors der MA 39 umfasst folgende Überwachungen und Untersuchungen:
Ökotoxikologische Untersuchungen von Wasserproben
Die ökotoxikologischen Untersuchungen dienen der Ermittlung jener Verdünnung einer Probe, die keinen toxischen Einfluss mehr auf Wasserorganismen hat. Im Gegensatz zum chemisch-physikalischen Analytik erfasst diese Methode nicht die Konzentrationen einzelner im Wasser gelöster Verbindungen, sondern die Summenwirkung all dieser Stoffe auf bestimmte Wasserorganismen. Dabei kommen Testorganismen wie Leuchtbakterien, Algen, höhere Pflanzen, Kleinkrebse und Fische zum Einsatz. Diese fungieren als Stellvertreter einer bestimmten Lebensorganisationsstufe. Die Untersuchungen sind vor allem bei der Einleitung chemisch belasteter Abwässer in Fließgewässer von Bedeutung.
Toxikologisches Monitoring von Wasserversorgungsanlagen
Für Wasserversorger werden alle Rohwässer, die in das Netz eingeleitet werden, in kurzen Intervallen mittels ausgewählter ökotoxikologischer Tests untersucht. Die Untersuchung dient dem Ausschluss einer Gesundheitsgefährdung durch giftige Wasserinhaltsstoffe im Trinkwasser.
Nachweis von speziellen Substanzen mittels immunologischer Methoden
Für einige Substanzen stehen auch immunologische Methoden wie zum Beispiel ELISA für eine semiquantitative Schnellbestimmung zur Verfügung. Diese Verfahren kommen zum Beispiel bei der Bestimmung von Pestiziden (Triazine) oder Algentoxinen (Microcystine) zur Anwendung. Die Microcystin-Analyse dient zur Absicherung der Beurteilung einer Gesundheitsgefährdung durch Algentoxine in jenen Badegewässern, in welchen Blaualgen in hoher Dichte auftreten.




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