Impfung gegen Gefäßverkalkung

Bunte Kunst Illustration

Sylvia Brunner, Molekularbiologin der Firma Affiris, forscht mit ihrem Team an einem Impfstoff. Dieser verhindert die Verwandlung von "gutem" in "schlechtes" Cholesterin. Dafür nahm Sie den ersten Preis im Förderwettbewerb "FemPower Vienna 2004" der "ZIT GmbH - Die Technologieagentur der Stadt Wien" entgegen.

Gefäßverkalkung häufige Todesursache

Zu niedriges "gutes" Cholesterin HDL und erhöhtes "schlechtes" Cholesterin LDL – dieser Laborbefund ist vielen nur zu gut bekannt. Missverhältnisse zwischen diesen Werten können dazu führen, dass sich an den Wänden der Blutgefäße Ablagerungen bilden. Dies führt zur Verengung oder zum Verschluss von Blutgefäßen. Und letztendlich zu Herzinfarkt oder Schlaganfall. Nicht umsonst ist Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) mit 50 Prozent die häufigste Todesursache in der westlichen Welt.
Gesunde Ernährung, Gewichtsreduktion, Sport und das Einstellen des Rauchens kann das Risiko einer Erkrankung vermindern. Allerdings gelingt den wenigsten Menschen diese Umstellung der Lebensgewohnheiten. Ein Impfstoff könnte die dauerhafte Einnahme von Medikamenten überflüssig machen. Er wirkt gegen das Protein, das für die Umwandlung des "guten" Cholesterins in das "schlechte" Cholesterin verantwortlich ist.

Das Unternehmen Affiris wurde Ende 2003 im Campus Vienna Biocenter gegründet. Gemeinsam mit der Fachhochschule Campus Wien (Biotechnologie), den Life Sciences Departments der Universität Wien und der Medizinischen Universität Wien sind dort zahlreiche Biotech-Unternehmen und Forschungsinstitute ansässig. Sie alle teilen ihre Ressourcen und Erfahrungen und tragen so zum internationalen Erfolg des Standortes bei. Affiris entwickelte nicht nur einen Impfstoff gegen Arteriosklerose, sondern auch einen Impfstoff gegen Alzheimer und hat bereits sieben Patente für medizinische Neuentwicklungen angemeldet.

Illustration

Christian Gallei hat das Cholesterin in seinem Photovisual eingefangen. So wurde es zur Illustration des Auftritts der Forschungsstadt Wien. Die Abteilung EU-Strategie und Wirtschaftsentwicklung (MA 27) zeichnet für dieses Forschungsportal verantwortlich und bietet damit eine serviceorientierte Erstanlaufstelle für alle, die mehr über Forschung in Wien wissen wollen.

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