Hauptfeuerwache Floridsdorf
Aufgaben
Ausrüstung und Einrichtungen
Geschichte
Kontakt
Aufgaben
Neben dem Einsatzdienst zählen Reparatur, Service und Wartung der Fahrzeuge, Aggregate und Maschinen der Feuerwehr zu den Aufgaben der Wache Floridsdorf (" FL"). Weiters werden dort Schulungen und Ausbildung im Branddienst, Atemschutz (in der Atemschutzübungsstrecke), Körperschutz und Leistungstests durchgeführt.
Zugeordnet zur Hauptfeuerwache "Floridsdorf" sind die Nebenwachen Am Spitz und Strebersdorf sowie die Freiwillige Feuerwehr Süßenbrunn. Diese Wachen bilden die Brandschutzsektion Sieben. Neu an diesem Feuerwehrprojekt ist die Integration der Rettungsstation Leopoldau der Wiener Berufsrettung in das Areal.
Alle Feuerwehreinsatzkräfte Wiens nehmen regelmäßig an den praktischen Schulungen im Brandhaus und in der Schadstoff- und Körperschutzübungstrecke (in der Schadstoff- und Körperschutzübungsanlage) verpflichtend teil. Das Ausbildungspersonal wird aus den Einsatzkräften der Hauptfeuerwache gestellt.
Ausrüstung und Einrichtungen
Der Einsatzdienst wird permanent von 45 Personen geleistet. Werktags sind 20 Bedienstete im Werkstättenbetrieb tätig.
Im eigentlichen Wachegebäude befinden sich Fahrzeughallen, Büros, Aufenthalts- und Schulungsräume (inklusive EDV-Lehrsaal). Für die Mannschaft gibt es auch einen modernen Turnsaal und einen Sportraum für die Fitness der Feuerwehrleute. In diesen Räumlichkeiten finden auch die jährlichen Leistungstests für das gesamte Feuerwehrpersonal Wiens statt. Küche, Ruheräume und Räumlichkeiten für den Nachrichtendienst sowie eine Dekobox ergänzen den Wachetrakt.
Einen weiteren Bestandteil des Objektes bilden die Abstellhallen und der Werkstättentrakt mit einem turmähnlichen Teil. In diesem Turm können witterungsunabhängig Hubrettungsfahrzeuge wie Drehleitern und Teleskopbühnen und auch Kranfahrzeuge aufgerichtet werden. Diese werden dort geprüft, gewartet und repariert. Mechaniker-, Reifen- und Elektriker- und Schlosserwerkstätte sowie Spenglerei und Lackierbox gehören zur Wache. Zahlreiche Service-, Prüf- und Wartungsboxen und eine kleine Museumswerkstätte für Oldtimer ergänzen die Einrichtung.
Im nordöstlichen Teil befindet sich eine Bootswerktätte, im südöstlichen Teil eine Betriebstankstelle. Im Wache- und Übungshof können praktische Schulungen erfolgen. Im großen Werkstättenhof werden Fahrzeuge erprobt und aufgestellt. Diese können auch mit Material von den großen Katastrophen- und Reservelagern im Keller der Wache beladen werden. Nahezu das gesamte Areal ist unterkellert. In den Kellerräumlichkeiten sind untergeordnete KFZ-Werkstättenbereiche, die Atem- und Körperschutzwerkstätte, die Schlauchpflegeanlage, eine Abwasseraufbereitungsanlage für Kraftfahrzeuge, Waschanlage und Brandhaus-Abwässer, Katastrophen und Reservelager untergebracht. Weiters verfügt die Hauptfeuerwache Floridsdorf über eine Tankstelle.
Die Feuerwache Floridsdorf verfügt über folgende Fahrzeuge:
- Ein Kommandofahrzeug
- Vier Löschfahrzeuge:
- Eine Drehleiter (30 Meter)
- Ein Großtanklöschfahrzeug
- Eine Teleskopmastbühne 54 Meter
- Ein Kranfahrzeug
- 30 Tonnen Drei Wechselladerfahrzeuge mit Wechselaufbauten für größere technische Brand- und Schadstoffeinsätze sowie für Materialtransport: Wechselaufbau Schwerwerkzeug, Pölzholz, Atemschutz, Körperschutz, Notstrom, diverse Behälter, Betreuung und Einsatzleitung für Großeinsätze
- Ein Brandursachenermittlungsfahrzeug
- Ein Werkstättenfahrzeug
- Ein Kleintankfahrzeug
- Zwei Lastkraftwagen
- Ein Mehrzweckfahrzeug
- Eine Abschleppachse
- Ein Mehrzweckanhänger
- Ein Notstromaggregatanhänger
- Ein Sprungretteranhänger
- Ein Übungs-Sonderlöschfahrzeug
- Zahlreiche Reservefahrzeuge, wie etwa eine komplette Reservelöschbereitschaft
Eine Besonderheit der Hauptfeuerwache Floridsdorf ist das Brandübungshaus.
Geschichte
Die Feuerwache Floridsdorf wurde in den Jahren 1993 bis 1996 auf einer Fläche von rund 14.000 Quadratmeter nach Plänen des Architekten Neversal gebaut. Das Projekt gewann den Architekturwettbewerb wegen der Vereinigung von gewollter moderner Architektur und Design mit gewünschter Funktionalität. Das angewandte Farbkonzept zeigt die Fenster, Tore, Verblechungen und Teile des Einfahrtsportals in dem Rot der Feuerwehrautos. Die übrigen Gebäudeteile sind grau und silberfarben. Die teils begrünten Dächer sollen einen optischen und Klimatisierungseffekt herbeiführen. Die Feuerwache ist das zurzeit modernste Feuerwehrgebäude Europas.
Der Wiener Bürgermeister Dr. Michael Häupl und Branddirektor DI Dr. Friedrich Perner eröffneten die Wache am 2. Oktober 1996. Der Bau dieser Wache wurde wegen der zunehmend dichten Verbauung von Floridsdorf erforderlich. Durch die Zunahme des Verkehrs kam es zu einer eklatanten Erhöhung der Einsatzzahlen in den letzten Jahren. Dies erforderte die Verbesserung und Modernisierung von Werkstätten und Schulungseinrichtungen.
Kontakt
21., Josef-Brazdovics-Straße 4
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Telefon: (+ 43 1) 250 34
Fax: (+ 43 1) 250 34-57690
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Berufsfeuerwehr der Stadt Wien (Magistratsabteilung 68)
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