Vom Alarm zum Einsatz
Notruf
Die Berufsfeuerwehr ist über die Notrufnummer 122 erreichbar. Diese kostenlose Serviceeinrichtung ist bei sämtlichen Anbietern (Festnetz und Mobil) gratis. Eine weitere Alarmierungsmöglichkeit besteht über die automatischen Brandmeldeanlagen. Derzeit sind zirka 1.500 Objekte über das Tonfrequenz Übertragungssystem (TUS) direkt mit der Feuerwehr verbunden. Notrufe laufen zentral in die Nachrichtenzentrale der Zentralfeuerwache ein. Diese ist rund um die Uhr besetzt.
Nachrichtenzentrale
Bei der Notrufannahme werden die genaue Einsatzadresse, Art des Ereignisses und etwaige Zusatzangaben erhoben. Diese für die Alarmierung erforderlichen Angaben werden in den Einsatzleitrechner eingegeben. Bei TUS-Brandmeldern geschieht dies durch die Kennung der jeweiligen Brandmeldeanlage automatisch. Der Alarm-Disponent (mit Unterstützung des Einsatzleitrechner-Systems) erstellt einen Alarmvorschlag. Er berechnet die erforderlichen Einsatzkräfte und die zugehörigen Feuerwachen. Änderungs- und Korrekturmöglichkeiten mit Hilfe des Computersystems stehen den diensthabenden Beamt/innen zur Verfügung. Anschließend werden die Einsatzkräfte über das Einsatzleitrechner-System alarmiert.
Alarmierung einer Feuerwache
Bei der Alarmierung in der Feuerwache wird das Licht eingeschaltet und ein Gong ertönt. Eine mündliche Alarmdurchsage macht Angaben über ausrückende Fahrzeuge. So können Ausrückezeiten möglichst kurz gehalten werden: tagsüber maximal 30 Sekunden, nachts maximal 60 Sekunden.
Der Einsatzleitrechner gibt die Steuerbefehle über Fernwirkanlagen an die zu alarmierenden Wachen weiter. Er schaltet Verstärkeranlagen und Tonleitungen für die Alarmdurchsage ein. Dann erfolgt die gleichzeitige Alarmierung der betreffenden Feuerwachen. Die wichtigsten Alarmdaten werden automatisch (auch schriftlich) an die betreffenden Wachen übertragen. Ein feuerwehreigenes Kabelnetz verbindet die Feuerwachen mit der Zentralfeuerwache. Die Gesamtlänge von zirka 180 Kilometern wird von der Feuerwehr (Nachrichtenbau) gewartet und laufend verbessert. In den Nachtstunden werden nur jene Räume alarmiert, in denen sich die auszurückenden Mannschaften aufhalten (Selektive Alarmierung).
Ausrückeordnung
In der Ausrückeordnung sind für alle möglichen Einsatzsituationen die zu alarmierenden Einsatzkräfte festgelegt. Für jede Wache (durch die Verteilung im Stadtgebiet) ist ein Ausrückebereich definiert. Die Fahrzeug-Alarmierung kann über einzelne Wachen oder über Funk erfolgen. So können die ersten Einsatzkräfte bereits innerhalb von zirka sieben bis acht Minuten nach der Alarmierung an der Einsatzstelle ankommen. Ausrückeordnung und Wache-Ausrückebereich sind im Einsatzleitrechner gespeichert.
Berufsfeuerwehr der Stadt Wien (Magistratsabteilung 68)
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