Elektromobile

Elektromobil mit vier Mann Besetzung (Foto: MA 68)Um das Jahr 1900 begann bei Lohner in Wien der Bau von elektrisch betriebenen Fahrzeugen. Der geniale Ferdinand Porsche verlegte bei der Firma Lohner den Elektromotor in die Räder. Mit diesen Radnabenmotoren begann das große Zeitalter der Elektrokraftfahrzeuge. Der von einer Stromquelle und Batterien gespeiste Elektromotor wandelt elektrische Energie in mechanische Arbeit (Drehbewegungen) um. Die ersten Wiener Feuerwehrkraftfahrzeuge waren Elektromobile. Sie wurden 1902 in den Dienst gestellt und von der Firma Lehner und Dauber in Wien-Baumgarten gebaut.

Phaethon
Voiturette
Automobile Gasspritze

Phaethon

Mit der internen Nummer D1 stand ein viersitziger Phaethon mit einer maximalen Geschwindigkeit von 35 km/h und einer maximalen Reichweite von 70 km zur Verfügung. Dieser verfügte über einen 4,5 PS Gleichstrommotor und erreichte 649 Umdrehungen pro Minute. Als Kraftquelle dienten Tudor-Batterien mit 120 Volt, 44 Zellen und einem Gewicht von 500 Kilogramm. Das Fahrzeug hatte einen Hinterradkettenantrieb und ein Gesamtgewicht von 1.900 Kilogramm. Der Phaeton wurde als Mannschafts- und Übungsfahrzeug in der Zentrale verwendet. Die Außerdienststellung erfolgte 1914.

Voiturette

Mit der internen Nummer D2 wurde am 21. 1.1903 eine sechssitzige Voiturette als Mannschafts- und Übungsfahrzeug in den Dienst gestellt. Technisch verfügte dieser über dieselben Voraussetzungen wie der Phaethon. Nach diesen so genannten Fahrschulwagen wurde auf einem Voiturette-Chassis von der Firma Wilhelm Knaust (2., Miesbachgasse) ein Gasspritzenaggregat mit einem genieteten 500-Liter-Wassertank und Kohlensäureflaschen als Treibmittel aufgebaut. An die Vorderfront wurde ein Schlauchkarren angehängt.

Automobile Gasspritze

Mit der internen Nummer R1 wurde die automobile Gasspritze am 29.Juli 1903 auf der Wache Breitenfeld in Dienst genommen. Die Außerdienststellung erfolgte 1915. Nach einer gründlichen Restaurierung und Einbau einer modernen Elektrobatterieanlage ist dieses Fahrzeug als Prunkstück in der Museumssammlung fahrbereit.

© Foto: MA 68

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Berufsfeuerwehr der Stadt Wien (Magistratsabteilung 68)
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