Der Fuhrpark im 20. Jahrhundert

Modell des ersten Kraftfahrzeug der Wiener Feuerwehr - Gasspritze (Elektromobil) (Foto: MA 68)1920er Jahre
1930er bis 1950er Jahre
1970er Jahre
1980er Jahre
1990er Jahre



1902

Mit unterschiedlichen Elektromobilen werden Probefahrten durchgeführt.

1903

Am 29. Juli 1903 wird eine Gasspritze als erstes motorbetriebenes Auto in den Dienst der Wache Breitenfeld gestellt.

1909

Nach der Zentralisierung der Berufsfeuerwehr besteht der Fuhrpark aus 33 Elektromobilen und 98 pferdebespannten Wagen.

1910

Die Zahl der Elektromobile erhöht sich auf 40 Fahrzeuge.

1912

In diesem Jahr stehen 53 automobile Geräte im Dienst. 1914 sind es bereits 76.

1920er Jahre

1924

Ab diesem Jahr gehören die Dampfspritzen der Vergangenheit an. Eine systematische Umstellung auf Benzinelektromobile erfolgt.

1925

Das letzte Pferd wird außer Dienst gestellt. Der erste Pumpenwagen mit Vorbaupumpe wird aufgenommen.

1926

Modell des Pölzholzwagens aus 1926 (Foto: MA 68)Das letzte pferdebespannte Fahrzeug wurde 1926 außer Dienst gestellt. In diesen Jahren wurden der Berufsfeuerwehr außer der Brandbekämpfung immer mehr technische Hilfeleistungen übertragen. Dies bedingte eine Anpassung der Ausrüstung an die zu bewältigenden Aufgaben.

Folglich kam es ab 1926 zur Indienststellung zahlreicher Sonderfahrzeuge wie Atemschutz-, Pölzholz-, Schaumlösch- Rauchfangkehrer-, Tierrettungs-, Ventilator-, Beleuchtungs- und Zillenwagen.


1928

Die ersten benzinautomobilen Mannschaftswagen werden mit Rutschtuch oder Rettungsschlauch aufgebaut. Ein Pionierwagen II und III wird für Wald und Wiesenbrände ausgerüstet.

1929

Der erste Löschwagen mit Aggregat (ein Vorläufer des TLF - Tanklöschwagens) geht in Dienst.

1930er bis 1950er Jahre

1931

Der Fahrzeugsstand beträgt:

  • 201 motorbetriebene Fahrzeuge
  • Dreiräder und Beiwagenmotorräder
  • Vier Löschwagen II mit Dreiachsfahrgestell
  • Zwei Tatra 30 und
  • Zwei Citroen Kegresse C6 mit 45 PS für Geländefahrten am Stadtrand und für die Schneeräumung auf der Höhenstraße

1931 erfolgt die Indienststellung von zwei 37 Meter Drehleitern, eines Auspump- und eines Beleuchtungswagens. Ein Werkzeugwagen und der erste Straßenbahnrüstwagen wurden angeschafft.

1943

Wien bekommt deutsche Einheitslöschfahrzeuge. Der Gesamtstand an Feuerwehrfahrzeugen steigt bis 1945 von 213 auf 680 an.

1945

Bereitschaftszug mit drei Fahrzeugen (Foto: MA 68)Nach und nach kehrt verschlepptes Eigentum der Feuerwehr wieder zurück. Die taktische Einheit "Bereitschaftszug" besteht aus Mannschaftswagen, Tanklöschwagen, Pumpenwagen und Drehleiter. Sie hieß vor dem Krieg "Wiener Löschzug"



1955

Bei der Ausgemeindung der ehemals zu Groß-Wien gehörenden Randgemeinden (1. November 1955) wurden folgende Fahrzeuge als Eigentum den zu Niederösterreich zurückkehrenden freiwilligen Feuerwehren übertragen: 85 Löschfahrzeuge, 100 bespannbare Fahrzeuge, 94 Tragkraftspritzen und 80 Anhänger verschiedener Art.

1956

Zwei Kommandofahrzeuge, drei Tanklöschfahrzeuge, ein Universallöschfahrzeug, ein Kranfahrzeug (16 Tonnen) und ein Nachrichtenfahrzeug werden neu ausgerüstet. Die Inbetriebnahme des Betreuungsbusses (mit Anhänger) ist ein wesentlicher Fortschritt auf dem Gebiet der Betreuung des Feuerwehrpersonals an der Einsatzstelle.

1970er Jahre

1970

Die Tanklöschfahrzeuge werden 1970 mit Fahrzeugfunkstationen ausgerüstet.

1973

Rüstlöschfahrzeug (Foto: MA 68)Die Wiener Berufsfeuerwehr beginnt mit der Erstellung eines neuen Fahrzeugkonzeptes. Rüstlöschfahrzeug (RLF) und Sonderlöschfahrzeug (SLF) werden in den Dienst gestellt.



1977

Ein neuer Prototyp eines Sonderlöschfahrzeuges wird fertig gestellt. Ein Leitstellenfahrzeug geht im gleichen Jahr in Dienst.

1978

Zwei große Arbeitsboote für den Gerätetransport werden in Betrieb genommen.

1980er Jahre

1980

Sechs Basisfahrzeuge mit Segmenten für den Typ Rüstlöschfahrzeug werden konzipiert. Zusammen mit einem Wechselladerfahrzeug, einem Ölwehrcontainer und einem neuen Tanklöschfahrzeug 100 (geländegängig) ergänzen diese den Fuhrpark.

1981

Es kommt zu einigen Neuanschaffungen:

  • Erstes Tauchervorausfahrzeug (1982: Zweites Tauchervorausfahrzeug Puch G6)
  • Gelenkbühne Typ Bronto 330
  • Unimog 1100 L (zweites geländegängiges Löschfahrzeug) für den Wienerwald oder die Augebiete

1983

Kommandofahrzeuge und Löschfahrzeuge werden mit Fluchtfilterhauben ausgerüstet. Im selben Jahr wird mit der EDV-mäßigen Erfassung aller in Verwendung stehender Einsatzgeräte begonnen.

1984

Drei Schwerwerkfahrzeuge-Wechselaufbauten (WSW) werden angeschafft. Ein Kranfahrzeug 300 KN Type Liebherr LT 1030 wird zur Beseitigung schwerer Verkehrshindernisse in Dienst gestellt.

1986

Der Prototyp des neuen Bergelöschfahrzeuges ist fertig. Ein zweiter Teleskopkran wird angeschafft.

1987

Mit Indienststellung des Bergelöschfahrzeuges als neues Standardfahrzeug beginnt eine neue Fahrzeuggeneration. Dieses besitzt ein Allradfahrgestell, ABS und ein Automatikgetriebe. Für Schadstoffeinsätze geht ein Wechsellader-Umweltschutz in Dienst.

1988

Ein LKW-Abschleppgerät und ein Nachrichtenfahrzeug ergänzen den Fuhrpark.

1990er Jahre

1996

Ein neues Leitstellenfahrzeug und das Universallöschfahrzeug (ULF) werden in Betrieb genommen.

1997

Die Hauptfeuerwache Favoriten erhält eine Motorradstaffel (zwei Motorräder) für raschere Erstmaßnahmen auf Autobahnen im Wiener Stadtbereich. Für den Bereich Donau geht ein vielseitig einsetzbares Mehrzweckboot in Dienst.

1998

Am 11. September werden neue Großtanklöschfahrzeuge der Berufsfeuerwehr übergeben. Die Löschfahrzeuge werden mit neuen Pressluftatmern mit CFK Pressluftflaschen ausgerüstet. Diese weisen ein geringeres Gewicht auf.

1994

Neue Fahrzeuge werden angeschafft:

  • Teleskopmastbühne 30m
  • Fünf Bergelöschfahrzeuge
  • Ein Werkstättenfahrzeug

Das erste Wärmemessgerät wird am Kommandofahrzeug Hernals erprobt.

1994

Ein Geländefahrkurs für Einsatzfahrer in Theorie und Praxis mit 77 Teilnehmern wird zum ersten Mal abgehalten.

© Fotos: MA 68

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Berufsfeuerwehr der Stadt Wien (Magistratsabteilung 68)
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