Fehlende Aufstiegsklausel und Wiederholungsprüfung

Eine Schülerin oder ein Schüler weist im Jahreszeugnis in einem Pflichtgegenstand ein "Nicht genügend" auf; die Klassenkonferenz beschließt im Juni, die Aufstiegsberechtigung nach § 25 Absatz 2 lit. c SchUG nicht zu erteilen. Gegen diese Entscheidung wird keine Berufung eingebracht. Das Ergebnis der Wiederholungsprüfung ist negativ.

In diesem Fall ist eine Berufung gegen die Entscheidung der Klassenkonferenz vom Juni nun nicht mehr möglich, da diese bereits in Rechtskraft erwachsen ist. Es kann nur noch das negative Ergebnis der Wiederholungsprüfung angefochten werden. Wenn also die Erziehungsberechtigten der Auffassung sind, dass zwar die negative Jahresbeurteilung im Juni zu Recht erfolgt ist, die Aufstiegsberechtigung aber dennoch hätte erteilt werden sollen, müsste noch im Juni gegen das Nichtaufsteigen berufen werden.

Anders verhält es sich, wenn ein Kind im Herbst zu zwei Wiederholungsprüfungen antritt und lediglich eine besteht. Auf Grund des nun verbleibenden einen "Nicht genügend" kann die Klassenkonferenz erst jetzt eine Entscheidung treffen, ob sie der Schülerin beziehungsweise dem Schüler die Berechtigung zum Aufsteigen erteilt oder nicht. Deshalb kann in diesem Fall bei einer Berufung im Herbst auch die Nichterteilung der Aufstiegsberechtigung nach § 25 Absatz 2 lit. c SchUG angefochten werden.

Wichtig: Da eine Berufung nach dem SchUG keine aufschiebende Wirkung hat, kann die Schülerin oder der Schüler - solange der Berufung nicht stattgegeben wurde - nicht die höhere Schulstufe besuchen.

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