Integration und Entwicklung von Kindern mit Behinderung - Wiener Kindergärten (MA 10)

Schon im Kindergarten wird der Grundstein für das selbstverständliche Miteinander von Kindern mit und ohne Behinderung gelegt. Das gemeinsame Spielen und Lernen fördert soziale Fähigkeiten, die im späteren Leben ausschlaggebend für gesellschaftliche Toleranz, Akzeptanz und den Respekt für Menschen mit besonderen Bedürfnissen sind. Umgekehrt profitieren Kinder mit Behinderung vom gemeinsam gelebten Alltag und erschließen sich im Kontakt mit Kindern ohne Behinderung neue Lernwelten.

Integrationsgruppen und Integrationsplätze

Kinderbeine und ein Rollstuhl auf der Wiese

In den städtischen Kinderkrippen, Kindergärten und Kinderhorten werden rund 4.600 Kinder mit erhöhtem Förderbedarf von Spezialistinnen und Spezialisten betreut. Die Stadt Wien betreibt 276 Integrationsgruppen (146 Kindergartengruppen und 130 Hortgruppen) an 141 Standorten.

Die Anzahl der Kinder in Integrationsgruppen ist auf maximal 20 beschränkt. Davon sind drei bis sechs Kinder mit Behinderung untergebracht.

Die Anzahl der Kinder in Integrationsgruppen ist auf maximal 20 beschränkt. Davon sind drei bis sechs Kinder mit erhöhtem Förderbedarf untergebracht.

Betreuungssituation in der Gruppe

In einer Integrationsgruppe werden durchschnittlich vier Kinder mit Behinderung und 16 Kinder ohne Behinderung gemeinsam betreut. Die Gruppenräume sind speziell auf die Bedürfnisse von Kindern mit Behinderung zugeschnitten. Von der Therapieschaukel bis zum Bällchenbad findet man vielfältige Zusatzausstattungen.

Betreuerteam im Kindergarten:

  • Eine Kindergartenpädagogin beziehungsweise ein Kindergartenpädagoge
  • Eine Sonderkindergartenpädagogin beziehungsweise ein Sonderkindergartenpädagoge
  • Zwei Kindergartenassistentinnen beziehungsweise zwei Kindergartenassistenten

Betreuerteam im Hort:

  • Eine Hortpädagogin beziehungsweise ein Hortpädagoge
  • Eine Sonderhortpädagogin beziehungsweise ein Sonderhortpädagoge
  • Zwei Hortassistentinnen beziehungsweise zwei Hortassistenten

Zusätzlich stehen Spezialistinnen und Spezialisten des Fachbereiches Mobile Entwicklungsförderung für Kinder zur Verfügung:

  • Mobile Sonderkindergartenpädagoginnen beziehungsweise Sonderkindergartenpädagogen
  • Mobile Sonderhortpädagoginnen beziehungsweise Sonderhortpädagogen
  • Psychologinnen beziehungsweise Psychologen
  • Sprachheilpädagoginnen beziehungsweise Sprachheilpädagogen
  • Physiotherapeutinnen beziehungsweise Physiotherapeuten

Bei der Einzelintegration von Kindern mit Behinderung in Kindergarten- und Hortgruppen kommen Spezialistinnen und Spezialisten des Fachbereiches Mobile Entwicklungsförderung für Kinder ebenfalls zum Einsatz.

Heilpädagogische Gruppen

Eine besondere Integrationsform sind die 29 Heilpädagogischen Gruppen. Diese sind räumlich und personell speziell auf Kinder mit schwersten Behinderungen abgestimmt. Maximal zwölf Kinder mit schweren Mehrfachbehinderungen werden in diesen Gruppen umsorgt und gefördert.

Betreuerteam in der Heilpädagogischen Kindergartengruppe:

  • Zwei Sonderkindergartenpädagoginnen beziehungsweise zwei Sonderkindergartenpädagogen
  • Zwei Kindergartenassistentinnen beziehungsweise zwei Kindergartenassistenten

Betreuerteam in der Heilpädagogischen Hortgruppe:

  • Zwei Sonderhortpädagoginnen beziehungsweise zwei Sonderhortpädagogen
  • Zwei Hortassistentinnen beziehungsweise zwei Hortassistenten

Vergabe von Integrationsplätzen

Integrationsplätze werden nach einem ausführlichen Gespräch mit Psychologinnen und Psychologen der MA 10 vergeben. Dabei werden die Bedürfnisse des Kindes berücksichtigt und ein geeigneter Integrationsplatz vorgeschlagen.

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Wiener Kindergärten (Magistratsabteilung 10)
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