Wien ist größte Unistadt im deutschen Sprachraum

In keiner Stadt des deutschen Sprachraums gibt es mehr Studierende als in Wien. Die nächstgrößten Universitätsstädte sind Berlin und München.

Das Wien die meisten Studierenden hat zeigt ein Datenvergleich der Abteilung Arbeit, Wirtschaft und Statistik (MA 23) unter den statistischen Ämtern der Bundesländer und Städte in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Deutsche zieht es nach Wien

Der Eingang der Uni Wien

"Es gibt nur eins, was auf Dauer teurer ist als Bildung, keine Bildung", sagte einst der Begründer der Quantenphysik und Nobelpreisträger Max Planck. In Wien dürften sich diesen Satz besonders viele Studierende zu Herzen genommen haben. Die Statistik des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung weist für Wien 186.862 Hochschul-Studierende im Wintersemester 2012 aus. Die meisten davon, 171.406, sind an einer der neun Wiener Universitäten eingeschrieben. Die Wiener Fachhochschulen werden von 12.653 Studierenden besucht und die fünf Privatuniversitäten von 2.803 Studierenden. Interessant ist vor allem, dass es die Deutschen selbst sind, die Wien zu dieser Top-Platzierung verhelfen. So zeigte eine Studie der Joanneum Research Forschungsgesellschaft im Vorjahr, dass ein Drittel aller ausländischen Studierenden die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt.

Wien hängt andere Städte ab

Die nächstgrößte Universitätsstadt im deutschen Sprachraum ist Berlin, gefolgt von München und Hamburg. Das statistische Bundesamt Wiesbaden und das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weisen für Berlin 160.145 Hochschul-Studierende aus, für München 109.941 und für Hamburg 90.779. Auch die Schweizer Studentenhochburg Zürich liegt deutlich hinter Wien und bringt es nur auf 62.591 Studierende.

Älteste Universitätsstadt im deutschen Sprachraum

Wenn man sich das heutige deutschsprachige Gebiet innerhalb Europas ansieht, gilt Wien nicht nur als größte, sondern auch als älteste Universitätsstadt. Die Universität Wien (Alma Mater Rudolphina Vindobonensis) ist eine der größten in Mitteleuropa und wurde 1365 von Herzog Rudolf IV., genannt "der Stifter" gegründet. Etwas anders verhält es sich, wenn man sich die damaligen Grenzen des Heiligen Römischen Reiches, also den Herrschaftsbereich der römisch-deutschen Kaiser, ansieht. Dann gilt nämlich die Karls-Universität Prag als die älteste deutschsprachige Universität. Sie wurde 17 Jahre vor der Uni Wien gegründet.

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