Sehenswürdigkeiten und Gedenkstätten im 18. Bezirk
- Bezirksamt Währing
- Cottageviertel
- Denkmal Kaiser Franz Joseph I.
- Geymüller-Schlössel (Mautner Villa)
- Guttenberg-Denkmal
- Kálmán-Denkmal
- Kálmán-Villa
- Luckerter Stein
- Malfatti-Haus
- Maria Theresien Schlössel
- Mosaike
- Pfannenstielhof
- Pötzleinsdorfer Schloss
- Semmelweis-Denkmal
- Sterbehaus von Arthur Schnitzler
- Türkischer Brunnen
- Universität für Bodenkultur
- Universitätssternwarte
- Vorortelinie Station Gersthof
- Wasserturm
- Wohn- und Sterbehaus von Egon Friedell
Wasserturm
18., Anton-Baumann-Park
Fahrplanauskunft
Architekt: Paul Sprenger
Errichtet: 1836 bis 1841
- Turm der Kaiser-Ferdinand-Wasserleitung (Geschichte der Wasserversorgung - I. Wiener Hochquellenleitung)
- Erste für das gesamte Stadtgebiet konzipierte Wasserleitung
- Wasser wurde aus dem nahe gelegenen Seitenarm der Donau (heute Donaukanal) gepumpt, filtriert und weitergeleitet.
Semmelweis-Denkmal
18., Bastiengasse 36-38, in der Anlage der Frauenklinik
Fahrplanauskunft
- Von Rudolf Schmidt 1944 gestaltete Büste des Frauenarztes Semmelweis
- Inschrift "Ignaz Semmelweis der Retter der Mütter 1818-1865"
Denkmal Kaiser Franz Joseph I.
18., Bastiengasse 36-38
Fahrplanauskunft
- Von Georg Leisek lebensgroß gestaltete Statue des Kaisers
- Franz Joseph hält eine Urkunde in der Hand.
- 1936 aufgestellt, stammt ursprünglich aus dem Versorgungshaus Lainz
Cottageviertel
Idee: Rudolf von Eitelberger und Heinrich von Ferstel
Entstehung: 1873/74
- Entstehungsgeschichte: Forderung nach einem "bürgerlichen Familienhaus" - als Antwort auf die Errichtung kostspieliger "Zinspaläste" konzipiert
- Gründung eines Vereins mit dem Ziel der Erbauung von Ein- oder Zweifamilienhäusern ("Cottages")
- Cottage-System nach englischem Vorbild
- Parzellierungspläne des Baudirektors und Chefarchitekten des "Wiener Cottagevereins", Carl von Borkowski
- Erster Baugrund: zwischen Sternwartestraße, Gymnasiumstraße, Hainzingergase und Cottagegasse
- Anfangs Villen im englischen Stil, später französischer und italienischer Baustil
- Vorbilder für die Cottageviertel in Hietzing und Lainz
Mosaike
18., Czartoryskigasse 62-68
Fahrplanauskunft
Entstehungszeit: 1953/54
- Mosaike aus Glas und Keramik als Schmuck der Wohnhausanlage
- Glasmosaike "Heimische Tiere und Pflanzen" von Gustav Hessing, Hans Stockbauer und Heribert Potuznik
- Mosaike "Bücher und Lampe" von Walter Lackner, "Musikinstrumente" von Heinrich A. Deutsch, "Hackstock mit Hacke und Holz" von Gertrude Fronius, "Kinderspielzeug" von Artur Hecke, "Papierdrachen und Lampions" von Florian Josephu sowie die vier Mosaike "Frühling", "Sommer", "Herbst" und "Winter" von Egon Haug
Wohn- und Sterbehaus von Egon Friedell
18., Gentzgasse 7
Fahrplanauskunft
- Wohnort des Schriftstellers, Kulturhistorikers und Schauspielers Egon Friedell (1878 bis 1938)
- Selbstmord im Jahre 1938 durch Sturz aus dem Fenster, um der Verhaftung durch die SA zu entgehen
- Gedenktafel am Sterbehaus
Luckerter Stein
18., Gentzgasse 72 (im Hof)
Fahrplanauskunft
- 1,30 Meter hohe Steinsäule: Burgfriedensstein aus dem Jahre 1637
- Erläuterungstafel: "Ältestes erhaltenes Denkmal des Gerichtswesens im einstmaligen Dorfe Währing"
- Ursprünglich Grenzstein der Burgfriedenslinie an der Straße nach Währing
- In Aufzeichnungen über Versammlungen rechtskundiger Männer und ihrer Urteilssprüche erwähnt
Vorortelinie Station Gersthof
18., Gersthofer Straße 2a
Fahrplanauskunft
Architekt: Otto Wagner
Eröffnung: 1898 (als Dampfbahn)
- Länge der Vorortelinie: Zehn Kilometer
- Vorortelinie sollte reibungslose Verbindung zwischen Großbahnhöfen ermöglichen
- Bedeutung für Militär und Handel
- Heute ist die Vorortelinie ins öffentliche Verkehrsnetz eingebunden.
Maria-Theresien-Schlössel
18., Gersthofer Straße 143
Fahrplanauskunft
Architekten: Prader, Fehringer, Ott
- Einstöckiges Landhaus aus dem 18. Jahrhundert, diente Maria Theresia als Jagdschloss
- Umgestaltung der Häuser Nummer 141-145 durch die "Erste österreichische Spar-Casse" zum Museum der Erste Bank AG; Neubau des Kassensaales (an den Barockbau angefügt)
- Kleiner Saal im Obergeschoß mit illusionistischen Wandmalereien
- Delfinbrunnen im Kassensaal aus der Hauptanstalt der Sparkasse
Pötzleinsdorfer Schloss
18., Geymüllergasse 1
Fahrplanauskunft
- Übernahme des Gebäudes 1797 nach wechselvoller Geschichte durch Johann Heinrich Geymüller (1754 bis 1824)
- Ausbau des Schlossgartens zum berühmten Pötzleinsdorfer Park
- Gedenkstein des Dichters Johann Baptist Alxinger
- "Preindl-Salettl" benannt nach der Kurtisane Maria Preindl (mit Geymüller liiert)
- Schloss und Park: Zentrum regen kulturellen und gesellschaftlichen Lebens
- Umgestaltung des Parks durch den letzten Besitzer, den Großindustriellen Max Schmidt
- Nach dessen Tod Übernahme des Parks durch die Gemeinde Wien und Öffnung für die Bevölkerung 1935
- Nach dem Zweiten Weltkrieg Umgestaltung des Schlosses zum Jugendgästehaus durch den Architekten Roland Rainer
Universität für Bodenkultur
18., Gregor-Mendel-Straße 33
Fahrplanauskunft
Architekten: Koch und Bach
Errichtet: 1894 bis 1896
- Nach mehreren Standorten (unter anderem dem Palais Schönborn) Bau der Hochschule für Bodenkultur auf Beschluss des Reichsrates
- Bau auf Militärgründen
- Nach dem Zweiten Weltkrieg in vier Abteilungen geführt
- 1975 zur Universität erhoben
Türkischer Brunnen
18., Türkenschanzpark im Bereich Dänenstraße/Peter-Jordan-Straße
Fahrplanauskunft
- Errichtet im Gedenken an den türkischen Volksdichter Yunus Emre
- Zur Festigung der guten Beziehungen zwischen der Türkei und Österreich
- 4,2 Meter hoch und 2,4 Meter breiter Brunnen im türkisch-osmanischen Stil
Kálmán-Villa
18., Hasenauerstraße 29
Fahrplanauskunft
- Beispiel für das Genre des Wiener Villenbaus in der Übergangszeit des späten Historismus zum Jugendstil
- Die 1976 angebrachte Gedenktafel erinnert an den Operettenkomponisten Emmerich Kálmán, der hier in den Dreißigerjahren wohnte.
Geymüller-Schlössel (Mautner-Villa)
18., Khevenhüllerstraße 2
Fahrplanauskunft
Errichtet: um 1808 von Johann Jakob Geymüller, Wiener Handelsherr und Bankier
- Landschloss im Stil der Wiener Spätempirearchitektur erbaut
- Dreigliedriger Grundriss mit barocker Anlage
- Gegen den Garten hin vortretender Saal
- Schlanke Säulen mit Palmettekapitellen prägen die Straßenfront
- Neugotische Elemente, Spitzbogen oberhalb der Fenster, klassische Formen und spätbarocke Gartenfront
- Ein kleines, inzwischen abgetragenes, Minarett: Hang zu orientalischen Formen
- Im Volksmund fälschlich als "Verschwender-Villa" bezeichnet, da der Besitzer für den Dichter Raimund als Vorbild gedient haben soll, was widerlegt ist.
- Kauf durch Johann Heinrich Freiherr von Falkner-Geymüller, danach Besitzerwechsel
- Zerstörung durch die Nazis verhindert
- Renovierung durch den letzten Besitzer, Dr. Franz Sobek, Generaldirektor der Österreichischen Staatsdruckerei
- Einrichtung der international bekannten Uhrensammlung sowie weiterer Sammlungen Sobeks
- Übergabe durch Sobek an den Bund
- Nun Altwiener Uhrenmuseum sowie Ausstellungsort Geymüllerschlössl weiterer Sammlungen Sobeks
Pfannenstielhof
18., Kreuzgasse 87-89
Fahrplanauskunft
Architekt: Erich Leischner
Errichtet: 1925
- Wohnhausanlage der Gemeinde Wien, benannt nach Franz Pfannenstiel, dem ehemaligen Schutzbündler, Feburarkämpfer und nach 1934 leitenden Funktionärs der Revolutionären Sozialisten, von Beruf Eisengießer
- Von der Gestapo 1939 verhaftet
- Nach längerem Aufenthalt im KZ Dachau zu einem Strafbataillon eingezogen
- Tod in der Gefangenschaft
- Relief von Angela Stadtherr
Malfatti-Haus
18., Lacknergasse 79
Fahrplanauskunft
- Benannt nach dem einstigen Besitzer, dem Arzt und Freund Beethovens Dr. Johann Malfatti
- Uraufführung der für Malfatti komponierten Kantate von Beethoven "Un lieto brindisi"
Bezirksamt Wien Währing
18., Martinstraße 100
Fahrplanauskunft
Errichtet: 1890/91
- Ehemaliges Währinger Rathaus, ursprünglich Gasthaus "Zu den fünf Lerchen"
- Unter Jakob Gerlach, dem ersten Bezirksvorstand und letzten Bürgermeister von Währing, Abtragung des Gasthauses und Neubau des Magistratsgebäudes
- Seit 1965 auch ein Bezirksmuseum: Überblick über die Geschichte Währings
- Festsaal: Ort kultureller Veranstaltungen und Feste
Sterbehaus von Arthur Schnitzler
18., Sternwartestraße 71
Fahrplanauskunft
- Wohnort des Dichters Arthur Schnitzler (1862 bis 1931)
- Ab 1910 bis zu seinem Tod im Besitz von Schnitzler
- Gedenktafel
Guttenberg-Denkmal
18., nahe der Universität für Bodenkultur
- Denkmal für Adolf von Guttenberg (1839 bis 1917), Professor an der Hochschule für Bodenkultur, Forstmann und Alpinist
- Reliefbrustbild, von L. Hujer entworfen
- 1933 enthüllt
Kálmán-Denkmal
18., Türkenschanzpark, nahe der Gersthofer Straße
- Büste des Komponisten Emmerich Kálmán (1882 bis 1953)
- Kálmáns bekannteste Werke: "Die Csardasfürstin", "Gräfin Mariza" und "Die Zirkusprinzessin"
- In Budapest 1976 von Gyula Meszes-Toth angefertigt
- Enthüllung 1977
Universitätssternwarte
18., Türkenschanzstraße 17
Fahrplanauskunft
Architekten: Fellner und Helmer
Errichtet: 1874 bis 1879
- Ersetzte die ursprüngliche Sternwarte in der Universität
- Astronom Carl von Littrow fungierte als Berater beim Aufbau und suchte den Bauplatz außerhalb des Lichtkreises der Großstadt auf einem baumbestandenen Grundstück
- Edmund Weiß, sein Nachfolger auf dem Lehrstuhl für Astronomie, regte den Kauf modernster Geräte an
- Bau einer Außenstation 1965 , des "Leopold-Figl-Observatoriums", auf dem Mittelschöpfl
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