Planung "Nussbaumallee"
Die ehemalige B 228 im südlichen Gasometer-Umfeld soll zu einer sicheren, effizienten Gemeindestraße umgebaut werden. Anrainerinnen und Anrainer sind in den Planungsprozess eingebunden.
Die Wohnumgebung beim südlichen Gasometer-Umfeld stellte stadtplanerisch eine große Herausforderung dar. Eine Zukunftsvision wurde entwickelt und Impulse wurden gesetzt. Heute ist "Mehrwert Simmering" ein attraktives Wohngebiet mit spannender Architektur, zahlreichen Arbeitsplätzen und vielen Grünanlagen. Kein Wunder also, dass von diesem Stadtteil eine solche Anziehungskraft auf die Menschen ausgeht.
Effizientes Straßennetz ohne Belastung für AnrainerInnen
Das heutige Straßennetz erfüllt vor allem hinsichtlich Sicherheit und Effizienz weder die aktuellen, noch die künftigen Anforderungen. Deswegen soll neu gebaut, richtig dimensioniert und auf das Wohnumfeld abgestimmt werden. Auf keinen Fall soll inmitten dieses lebenswerten Stadtteils eine "Rennstrecke entstehen". Eine vierspurige Straße ist deshalb kein Thema. Diese wäre überdimensioniert, würde Durchzugsverkehr anziehen und eine Belastung für Anrainerinnen und Anrainer darstellen. Zielführend ist eine Straße mit nur einem Fahrstreifen je Richtung, samt attraktiver Geh- und Radwege, Park- und Grünstreifen.
Erstes Treffen der Arbeitsgruppe
Am 2. November 2010 fand im Simmeringer Amtshaus das erste Treffen der Arbeitsgruppe zur Gestaltung der Nussbaumallee statt. Ungefähr 50 Personen hatten sich dazu angemeldet. Zu Beginn wurden Präsentationen gezeigt, die auch bei der Auftaktveranstaltung zu sehen waren: eine Präsentation über den Stand der Dinge aus Sicht der Stadt Wien sowie eine Präsentation über die Ergebnisse der Verkehrsuntersuchung.
Präsentation "Bürgerbeteiligung zur Planung der Nussbaumallee": 3,2 MB PDF
Danach konnten die anwesenden Bürgerinnen und Bürger ihre Fragen und Anliegen, die im Zuge der Arbeitsgruppe behandelt werden sollen, stellen. Die Fragen wurden gesammelt und protokolliert. Jede anwesende Person bekam so die Möglichkeit, sich einzubringen.
Zweites Treffen der Arbeitsgruppe
Am 2. Dezember 2010 fand die zweite Arbeitsgruppensitzung statt. Anwesend waren 22 Bürgerinnen und Bürger. Die in der ersten Arbeitsgruppe gesammelten Fragen wurden von Magistratsmitarbeiterinnen, Magistratsmitarbeitern und vom Verkehrsplaner beantwortet. Die Fragen wurden von den Bürgerinnen und Bürgern auch entsprechend ihrer Wichtigkeit bewertet.
In vier der fünf erstgereihten Fragen war die Forderung "kein Durchzugsverkehr" enthalten. In den Gemeinderatsbeschlüssen wurde die HB 228 allerdings als durchgehende Straße festgelegt. Die Magistratsmitarbeiterinnen und Magistratsmitarbeiter sind an die Beschlüsse gebunden. Deswegen wurden die Anwesenden gefragt, ob sie bereit sind, das Angebot der Stadt Wien zur Mitgestaltung der durchgehenden Straße anzunehmen.
Planungsvorgang wird vorerst ausgesetzt
Es wurden zwei Vorgangsweisen angeboten: Weiterarbeit in der Gruppe an einer durchgehenden Straße oder Aussetzen des moderierten Planungsprozesses. Die darauf folgende Abstimmung ergab eine Mehrheit von 16 gegen sechs Stimmen für ein Aussetzen des Planungsprozesses. Der Wunsch nach einer Sackgasse wird als ein vorläufiges Ergebnis der Arbeitsgruppe an die vorgesetzten Stellen und die Politik kommuniziert.
Vor der weiteren Planung der HB 228 sind also Abstimmungen von Politik und Magistrat erforderlich, die noch im Laufen sind.
Weiterführende Informationen
Bezirksvorstehung Simmering
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