Neue Rettungsstation Simmering
Die Bauarbeiten für die neue Rettungsstation Simmering sind Mitte April 2011 gestartet. Das neue Gebäude soll dafür sorgen, dass in Simmering und den angrenzenden Bezirken eine noch bessere Versorgung garantiert wird.
Die bisherige Rettungsstation Simmering wird seit Februar 2010 im neuen 12,5-Stundendienstsystem mit jeweils einem Notarzteinsatzfahrzeug und einem Rettungswagen rund um die Uhr besetzt. Rund 5.000 Einsätze werden jährlich von dieser Station geleistet.
Am 13. April 2011 erfolgte der Spatenstich für die neue Rettungsstation. Neben Gesundheits- und Sozialstadträtin Mag.a Sonja Wehsely waren Bezirksvorsteherin Renate Angerer, Dr. Rainer Gottwald, Leiter der Wiener Berufsrettung (MA 70), sowie die beiden Personalvertreter Andreas Hörmann und Gerhard Angster mit dabei. Die Fertigstellung ist für 2013 geplant. Die Baukosten belaufen sich auf 4,5 Millionen Euro.
Schlichtes Gebäude mit Wiedererkennungswert

Die geplante Rettungsstation in der Kaiser-Ebersdorfer-Straße 65
Das vom Architekturbüro Söhne & Partner konzipierte Projekt ist durch die baukünstlerische und funktionale Lösung perfekt auf die Wiener Rettung zugeschnitten. Um der baulichen Vielfalt in der Umgebung der neuen Rettungsstation einen architektonischen Schwerpunkt entgegenzusetzen, wurde der Entwurf bewusst schlicht gehalten - allerdings mit einem guten Wiedererkennungswert. Die Einsatzgarage schafft Platz für zahlreiche Einsatzfahrzeuge.
Der Personaltrakt entspricht dem Niedrigenergiehausstandard. Der zweigeschossige Personaltrakt umfasst Mannschaftsräume sowie Tages- und Nachtruheräume, die gartenseitig angeordnet sind. Die Tagesaufenthaltsräume sind im Erdgeschoss und stehen in direkter Verbindung zum gestalteten Gartenbereich. Der Gartenbereich soll als "grüner Erholungsraum" den Sanitäterinnen, Sanitätern, Ärztinnen und Ärzten dienen. Erschlossen wird die Rettungsstation über das Atrium, einem lichtdurchfluteten Innenraum. Die unmittelbare zentrale Anordnung der Räume um das Atrium bewirkt kurze Wege und Gänge, womit die Ausrückzeiten auf ein Minimum reduziert werden. Die barrierefrei erschlossene Ambulanz befindet sich im unmittelbaren Eingangsbereich des Erdgeschosses. Sie ist mit der Stationsführung direkt räumlich verbunden. Die Stationsführung hat direkten Blickkontakt zu Garage und Garderobe sowie auf die Straße und Schleuse und kann durch diese Situierung alle Abläufe in der Station wahrnehmen.
Kontrollamt lobt Wiener Rettung
Erst kürzlich hatte das Kontrollamt die bereits erfolgten Schritte zur Modernisierung anerkannt. So wurden etwa die Arbeitsplätze in der Rettungsleitstelle als "modern und ergonomisch eingerichtet" gelobt sowie allgemein die "technische und infrastrukturelle Ausstattung der Wiener Rettung [...] grundsätzlich als gut beurteilt". Auch die Schulungsmaßnahmen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden als lobenswert hervorgehoben. Bezüglich des Fuhrparks kam das Kontrollamt zu der Erkenntnis, dass die MA 70 mit insgesamt 135 Fahrzeugen ausreichend ausgestattet ist.
Weiterführende Informationen
Bezirksvorstehung Simmering
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