120 Jahre Simmering und Kaiserebersdorf
Simmering und Kaiserebersdorf haben allen Grund zum Feiern. Seit 120 Jahren sind sie Teil von Wien. Zahlreiche Festveranstaltungen gehen heuer über die Bühne.
Video: Simmering: "Wie eine große Familie"
Simmering und Kaiserebersdorf feiern derzeit ein rundes Jubiläum. Seit 120 Jahren gehören sie Wien an. 1891 wurden auch das Magistratische Bezirksamt und die erste Polizeistation in der Simmeringer Dorfgasse eröffnet.
Die Elf ist für Simmering Programm. Der 11. Bezirk wurde nämlich erstmals im 11. Jahrhundert in einer Schenkungsurkunde als "Simmaningen" erwähnt. Mittlerweile haben sich immer mehr Geschäfte, industrielle Betriebe und städtische Ver- und Entsorgungseinrichtungen in Simmering angesiedelt. Ein wenig Vorstadtcharakter konnte sich Simmering aber trotzdem erhalten.
Die Bezirksvorstehung will das runde Jubiläum im Rahmen von zahlreichen Festveranstaltungen feiern.
Eingliederung am 21. Dezember 1891
Mit Wirksamkeit des Eingemeindungsgesetzes am 21. Dezember 1891 wurden die ehemals eigenständigen Niederösterreichischen Gemeinden Simmering und Kaiserebersdorf der Reichs- und Residenzstadt Wien eingegliedert. Albern, der nunmehrige dritte Stadtteil Simmerings, kam 1938 als Teil des damaligen 23. Bezirks (Schwechat) erstmals zu Wien. Mit der Neuordnung der Wiener Stadtgrenzen wurde Albern 1954 dem 2. Bezirk zugeordnet. Erst nach Abschluss des Staatsvertrages im Jahre 1955 gelangte Albern am 1. Jänner 1956 endgültig zum 11. Wiener Gemeindebezirk.
Bereits im 11. Jahrhundert wurde Simmering (1028) in einer Schenkungsurkunde des Adeligen Gottschalk als "Simmaningen" erwähnt. Der Kern des Gebietes lag rund um den Kirchenberg (St. Laurenz) und der Kobelgasse. Auch Kaiserebersdorf wurde bereits im 11. Jahrhundert urkundlich erwähnt. Das Dorf, wo der "Eber haust", war ein ergiebiges Jagdrevier. Der Ortsteil Albern lässt sich bis in das 12. Jahrhundert zurückverfolgen.
Geschichtlicher Hintergrund von Simmering
Soziale und wirtschaftliche Erfolgsgeschichte
Der 11. Bezirk erlebte in den letzten 120 Jahren zunächst viele politische, soziale und wirtschaftliche Tiefen wie Wohnungsnot, Armut, Tuberkulose, die Kälte des Februars 1934 oder die Weltkriege. Doch Simmering hat sich seit der Zwischenkriegszeit bis heute mit vielen Anstrengungen zu einer Erfolgsgeschichte gewandelt: sozialer Wohnbau, Gesundheitsvorsorge, Infrastruktur und öffentlicher Verkehr wie etwa die U3-Verlängerung nach Simmering und die Neugestaltung des Simmeringer Platzes, das Bildungszentrum, die Nahversorgung und wirtschaftliche Weiterentwicklung, die Nutzung des Schlosses Neugebäude für (kulturelle) Veranstaltungen sowie familien- und kinderfreundliche Erholungsräume und Freizeiteinrichtungen haben Simmering zu einem Bezirk mit hoher Lebensqualität gemacht - zu einer wahren Erfolgsstory. Simmering ist 120 Jahre nach der Eingemeindung zu einem wichtigen Stadterweiterungsgebiet Wiens geworden.
Chronik - Simmering als Stadtbezirk
Festveranstaltungen
Zahlreiche Veranstaltungen der Bezirksvorstehung finden im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten statt. Höhepunkt war der Festakt am 4. Mai 2012 im Bildungszentrum, zu dem Bezirksvorsteherin KRin Renate Angerer bedeutende Persönlichkeiten des Bezirks sowie alle Simmeringerinnen und Simmeringer einlud. Eine eigene Ausstellung im Bezirksmuseum würdigt die Errungenschaften Simmerings in den letzten 120 Jahren. Diverse Kulturveranstaltungen sowie ein buntes Rahmenprogramm für Kinder runden dieses Jubiläum ab.
Auftaktveranstaltung am Enkplatz
Der Startschuss ins Jubiläumsjahr wurde am 21. Dezember 2011 vor dem Amtsgebäude am Enkplatz gebührend gefeiert.
Bezirksvorstehung Simmering
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