Lärmschutzwand entlang denkmalgeschützter Vorortelinie

Die Vorortelinie hat zwischen den Stationen Ottakring und Hernals eine Lärmschutzwand bekommen. Das Pilotprojekt der Stadt Wien und der ÖBB verbindet Lärmschutz und Denkmalschutz.

Lärmschutzwand bei der Vorortelinie S45

Die neue Lärmschutzwand an der westlichen Bahnseite

Bei der denkmalgeschützten Bahn-Strecke zwischen Ottakring und Hernals wurde von Oktober 2010 bis Juni 2011 eine Lärmschutzwand realisiert. Die Lärmentlastung soll die Lebensqualität der Anrainerinnen und Anrainer erhöhen.

Die neue Lärmschutzwand an der westlichen Bahnseite hat eine Länge von 100 Metern und eine Höhe von 1,25 Meter. Die Verantwortlichen erwarten sich eine Reduktion der Lärmbelastung von fünf bis zehn Dezibel. Zehn Dezibel weniger würde eine Halbierung der Lärmbelastung bedeuten. Durch die geringe Höhe und neutrale Gestaltung ist die Lärmschutzwand optisch unauffällig und entspricht allen Kriterien des Denkmalschutzes. Die Kosten für die Lärmschutzwand beliefen sich auf rund 150.000 Euro.

Schutz der historischen Stadtbahnbögen

Die Vorortelinie war Teil der Stadtbahn, die von Otto Wagner geplant und Ende des 19. Jahrhunderts errichtet wurde. Die historischen Stadtbahnbögen im gesamten Bereich vom Bahnhof Penzing bis zur Station Heiligenstadt stehen unter Denkmalschutz. Zurzeit verkehren auf der Strecke die S-Bahnzüge der Linie S 45 sowie Güterzüge.

Nächster Schritt: Schallabsorbierende Verkleidungen

Die Lärmschutzwand ist nur ein Teil der geplanten Lärmschutzmaßnahmen im Rahmen des Pilotprojektes. Zwischen der Wilhelminenstraße und der Seeböckgasse wird die Vorortelinie in Tieflage geführt. Auf diesem Teilabschnitt werden die Natursteinmauern beidseitig der Gleise auf einer Länge von insgesamt 120 Metern mit schallabsorbierenden Elementen ausgekleidet werden.

Die Wirkung dieser lärmabsorbierenden Elemente wird durch begleitende Messungen vor und nach Errichtung von der Wiener Umweltschutzabteilung (MA 22) evaluiert. Nach bisherigen Berechnungen sind hier Verbesserungen von bis zu fünf Dezibel zu erwarten.

Start für die Errichtung dieser innovativen Lärmschutztechnik ist Herbst 2011. Für die Errichtung der schallabsorbierenden Verkleidung sind 800.000 Euro veranschlagt.

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