Tempo 30 auf Neubaus Straßen

Verkehrsschild Tempo 30

Als 1994 zum ersten Mal in der Neubauer Bezirksvertretung die Einführung von Tempo 30 beantragt wurde, war die Aufregung groß. Mehr als zehn Jahre danach ist klar: Tempo 30 ist der neue Standard für den Verkehr in der Stadt, in Graz ebenso wie in anderen europäischen Städten. Die Argumente für eine Temporeduzierung liegen auf der Hand. Tempo 30 heißt mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer. Und: Tempo 30 heißt weniger Lärm.

Mehr Sicherheit und weniger Lärm

Für Schulkinder, Seniorinnen und Senioren oder andere leicht verletzbare Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer stellt der Autoverkehr ein Sicherheitsrisiko dar. Der Bremsweg erhöht sich mit der Geschwindigkeit überdurchschnittlich. Tempo 30 heißt für die Autofahrerinnen und Autofahrer verringerte Reaktions- und kürzere Bremswege. Besonders rund um Schulen, Pensionistenwohnhäuser oder öffentliche Einrichtungen ist Tempo 30 daher ein wesentlicher Beitrag zur Sicherheit.

Auch die Lärmbelastung sinkt dramatisch, wenn langsamer gefahren wird. Eine Verringerung von 50 auf 30 Stundenkilometer reduziert die messbare Lärmbelastung auf die Hälfte. In einem dicht verbauten Bezirk wie Neubau trägt Tempo 30 so zu mehr Lebensqualität bei.

Eine Minute für mehr Sicherheit

Wem es zu langsam geht, dem sei folgendes Rechenbeispiel ans Herz gelegt: Wenn man 1,5 Kilometer, also in etwa in die Schottenfeldgasse, mit 50 Stundenkilometern fährt, braucht man dazu rein statistisch in etwa zwei Minuten. Fährt man das gleiche mit 30 Stundenkilometern, nimmt die Strecke in etwa drei Minuten in Anspruch. Eine Minute länger als Preis für mehr Sicherheit, mehr Luftqualität und weniger Lärm, die sich auszahlt.

Ausgenommen Straßen mit Öffis

Ausgenommen von der Tempo 30-Regelung sind folgende Straßenzüge im 7. Bezirk:

Diese Ausnahmen entstanden nicht zufällig. Die Wiener Linien beharrten darauf, dass auf Straßen, auf denen Bus und Bim unterwegs sind, keine Temporeduzierung möglich sei. Bezirksvorsteher Thomas Blimlinger gibt dennoch nicht auf: "Es wird sich in der Zukunft zeigen, ob nicht doch der ein oder andere Straßenzug mit Öffis in die Tempo 30-Zonen einbezogen werden kann, und somit eine eindeutige und leicht erkennbare Verkehrsorganisation möglich wird."

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