Jenny-Steiner-Weg: Erinnerung an die verfolgte Kunstmäzenin
Am 7. Juli wurde der Durchgang zwischen Ahornergasse und Seidengasse Richtung Lindengasse offiziell in "Jenny-Steiner-Weg" benannt. Bezirksvorsteher Mag. Thomas Blimlinger enthüllte in feierlichem Rahmen das Straßenschild und die Zusatztafel, die an die Unternehmerin und Kunstsammlerin erinnert.
Förderin der österreichischen Kunstszene
Jenny Steiner (1863 bis 1958) war eine wichtige Förderin der österreichischen Kunstszene. Insbesondere das Werk von Gustav Klimt wurde von ihr unterstützt. Außerdem war sie Gesellschafterin einer im 7. Bezirk ansässigen Seidenmanufaktur. Ihre Flucht vor den Nationalsozialisten im Jahr 1938 führte sie über Frankreich, Portugal und Brasilien in die USA. Einige ihrer Bilder waren und sind im Besitz der Österreichischen Galerie Belvedere und des Leopold-Museums.
Bezirksvorsteher Mag. Thomas Blimlinger betonte in seiner Ansprache, dass ein Leben zwar "nicht in drei Zeilen gefasst" werden könne, sah die Enthüllung der Zusatztafel aber als wichtiges Zeichen im öffentlichen Raum, um der Vertriebenen die Wertschätzung des Bezirks zu erweisen.
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