Stadt-Umland-Management entwickelt Strategien für die Zukunft

Der Großraum Wien, der die Stadt und die angrenzenden Bezirke Niederösterreichs umfasst, wird in den nächsten Jahren weiter wachsen. Im Jahr 2025 werden laut Prognosen 400.000 Menschen mehr in dieser Region leben.

Das ist eine große Herausforderung für Wien und die Gemeinden in der Umgebung der Stadt. Um auf diese Entwicklung vorbereitet zu sein und sie in geordnete Bahnen lenken zu können, wurde 2006 das Stadt-Umland-Management (SUM) gegründet. Als Mitbegründer des SUM und Mitglied des Steuergremiums dieser überregionalen Plattform berichtet Bezirksvorsteher Manfred Wurm über die laufenden Aktivitäten.

Arbeitsgruppen erarbeiten Zukunftsstrategien

Um Entwicklungsstrategien für die Zukunft der einzelnen Regionen zu erarbeiten, richtete das Stadt-Umland-Management Arbeitsgruppen ein. An den Arbeitsgruppen nehmen die Planungsverantwortlichen von Wien und Niederösterreich, die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus den jeweiligen -Regionen sowie die Bezirksvorsteherinnen und Bezirksvorsteher der betroffenen Wiener Bezirke teil.

Zuwanderung aus den Bundesländern und der EU

Bezirksvorsteher Manfred Wurm begrüßt die Aktivitäten der Arbeitsgruppen sehr: "Fachleute haben zwar schon öfter falsche Prognosen erstellt, aber der vorausgesagte Zuwachs für den Wiener Raum ist realistisch", ist Wurm überzeugt. Die Zuwanderung wird in erster Linie aus anderen Bundesländern erfolgen. Auch aus EU-Staaten, besonders aus Deutschland werden viele Zuwanderinnen und Zuwanderer kommen.

Die Chancen nutzen

Verhindern lässt sich laut Fachleuten diese Entwicklung nicht: "Die Menschen kommen, ob wir es wollen oder nicht, je besser wir auf diese Entwicklung vorbereitet sind, desto besser wird es für uns sein und desto mehr Nutzen werden wir aus diesem Zuwachs erzielen", so Bezirksvorsteher Wurm.

Die Zugewanderten von morgen werden vor allem junge Menschen sein und Menschen mit guter Vor- oder Ausbildung. Dies ist eine große Chance, die es zu nutzen gilt. Denn diese Menschen werden gebraucht, um das soziale System abzusichern und um den Wirtschaftsstandort Wien zu stärken, sind sich Expertinnen, Experten, Politikerinnen und Politiker einig.

Zusammenarbeit bei Wohnen, Bildung und Verkehr

Die Entwicklung stellt die Gemeinden und Bezirke um und in Wien vor große Herausforderungen. Wohnungen, Kindergärten, Schulen sowie der zusätzlich erwachsende Verkehr müssen geplant und finanziert werden.

Um die Belastungen für die Kommunen und die dort bereits lebenden Menschen möglichst gering zu halten und die Lebensqualität zu bewahren, muss koordiniert vorgegangen werden. "Diese Entwicklung ist nur in enger Kooperation von Wien und Niederösterreich, den Gemeinden und Bezirken sinnvoll beherrschbar und steuerbar. Das ist eine wichtige Bewährungsprobe für die Zusammenarbeit von Wien und Niederösterreich", ist Bezirksvorsteher Manfred Wurm überzeugt.

Erste Ergebnisse der Arbeitsgruppen des SUM werden Ende 2011 präsentiert.

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