Kollegium Kalksburg

23., Fritz-Steinbach-Gasse 2/Promenadenweg
Fahrplanauskunft

Blick von der Einfahrt zum Haupteingang des Kollegiums

Die Geschichte des Kollegiums Kalksburg ist eng mit der Präsenz der Jesuiten in Österreich verbunden. Deren Lehrtätigkeit in Wien hat bereits im 16. Jahrhundert begonnen. Die Gebiete der Herrschaft Mauer wurden dem Jesuitenorden 1609 von Gräfin Tribulz geschenkt. Die Jesuiten betrieben dort zunächst etwas Landwirtschaft und konnten Ruhe für wissenschaftliche Arbeit finden. Sie erbauten an der Stelle der heutigen Pfarrkirche in Kalksburg ein kleines Kirchlein inmitten von Weinbergen und weihten diese dem Heiligen Petrus in Ketten. Die Kirche wurde 1683 von den heranstürmenden Türken niedergebrannt. 1686 wurde bereits mit dem Wiederaufbau von "Kalchsburg" begonnen.

Das Areal befand sich 1609 bis 1773 im Besitz der Jesuiten und gelangte dann als eine Schenkung an Maria Theresias Hofdame Carolina Fürstin von Trautson. Diese ließ das Gebäude in einen barocken Landsitz umgestalten, der als gesellschaftlicher Treffpunkt den Namen "Mon Pérou" trug. 1791 erwarb Franz von Mack die Liegenschaft und ließ die Parkanlage im Stile eines englischen Landschaftsgartens umgestalten.

Schulbetrieb ab Mitte des 19. Jahrhunderts

1856 erwarb die Gesellschaft Jesu den Grundbesitz wieder. Bereits im Herbst desselben Jahres sollte der Schulbetrieb mit 68 Zöglingen begonnen werden. Das vorhandene zweigeschossige Gebäude, heute Teil des Patrestraktes, war für die geplante Erziehungs- und Unterrichtsanstalt zu klein. In den Folgejahren kam es immer wieder zu Neubauten und Vergrößerungen, bis schließlich 1897 das Kollegium in seiner heutigen Form fertiggestellt war. Nun konnte es ein vollständiges Gymnasium mit ungefähr 400 Zöglingen aufnehmen. 1972 wurde ein neuer Turnsaal hinzugefügt. Heute sind die Volksschule und das Gymnasium des Kollegiums Kalksburg ein Schulzentrum in der Trägerschaft der Vereinigung von Ordensschulen.

Architektur

Das Kollegium Kalksburg ist eine viergeschossige, langgestreckte, vielachsige Anlage mit historischen Formen. Diese unterteilen sich in den Schul-, Konvikts- und Patrestrakt sowie mehrere Kapellen. Die Gartenanlage weist Elemente aus der Entstehungszeit auf, einen klassizistischen Rundbau des anfangs in einem Teich gelegenen Monuments und den chinesischen Tempel am Waldrand, den "Rauchtempel". Ein weiteres Bauwerk aus der Zeit um 1858 ist die auf den Grundmauern des Mack’schen Dianatempels erbaute Michaelakapelle.

Pfarrkirche Kalksburg

Pfarrkirche Kalksburg

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