Friedrich-Gulda-Park und Wohnanlage eröffnet

Eröffnungsfeier des Friedrich-Gulda-Parks und der "Park Apartments Landstraße"
Der international tätige Südtiroler Bauträger und Projektentwickler Seeste Bau AG errichtete nach Plänen des Architekten Gustav Peichl eine frei finanzierte Wohnanlage zwischen der Landstraßer Hauptstraße, der Sechskrügelgasse und der Ungargasse: die "Park Apartments Landstraße". Die Gebäudeteile der neuen Anlage gruppieren sich um den künstlerisch gestalteten Friedrich-Gulda-Park. Am 8. September 2011 wurde die Übergabe des letzten Bauteils an die Eigentümer sowie die Parkeröffnung mit einem Gulda-Konzert gefeiert.
Park Apartments Landstraße
Erich Hohenberger, Bezirksvorsteher der Landstraße, dankte dem Südtiroler Unternehmer und Bauherrn Michael Seeber: "Mit dem heutigen Tag ist der Bezirk wesentlich reicher geworden – reicher an Wohnungen und reicher an Erholungsraum". Hohenberger wies außerdem auf die besonders starke Nachfrage nach Wohnungen in seinem Bezirk hin. In zentraler Lage nahe dem Rochusmarkt und bei der U-Bahn habe die Seeste Bau AG eine "kleine Oase zum Ausruhen" geschaffen. Der Bezirk wird sie in seine Pflege übernehmen.
Insgesamt entstanden 108 Eigentumswohnungen mit hochwertiger Ausstattung, davon 39 Vorsorgewohnungen, die von der Raiffeisen Vorsorgewohnungserrichtungs GmbH verwertet wurden. Ein Gewerbebetrieb und eine großzügige Tiefgarage mit 188 Stellplätzen runden das Projekt ab.
Skulptur würdigt Komponisten Gulda

Musikalische und Bildnerische Kunst standen im Mittelpunkt der Eröffnungsfeier.
Bei der Eröffnungsfeier wurde eine Bronzeskulptur von Lois Anvidalfarei im Beisein des Südtiroler Künstlers in die Obhut der Stadt Wien übergeben. Sie trägt den Titel "Der liegende Kopf mit dem riesigen Ohr" und ist eine Hommage an Friedrich Gulda und seine Musik. Michael Seeber, Aufsichtsratsvorsitzender und Eigentümer der Seeste Bau AG, gab die Skulptur bei Bildhauer Lois Anvidalfarei in Auftrag.
Zur festlichen Enthüllung steuerten Paul und Rico Gulda, Söhne Friedrich Guldas, sowie Felicia Gulda, eine Enkelin, ein Musikprogramm bei. Die erst zwölf Jahre alte Geigerin studierte mit Rico Gulda ein Stück ein, das Friedrich Gulda als Zwölfjähriger komponiert hatte. Paul Gulda spielte Stücke von Beethoven und Mozart. Auf "Ecossaisen", ein Wienerlied und "Play Piano Play" von Friedrich Gulda folgte als Höhepunkt der musikalischen Würdigung dessen "Konzert für Violoncello und Blasorchester".
Kunstvolle Parkanlage
Durch die 1.000 Quadratmeter große Grünfläche führt ein mit weißen und schwarzen Steinen belegter Weg, der die Tastatur eines Konzertflügels abbildet. Damit wird die Beziehung zum großen Pianisten und Komponisten Friedrich Gulda (1930 bis 2000) hergestellt, der im 3. Bezirk aufgewachsen ist. Zudem ist der Weg eine Erinnerung an die "Wiener Mechanik", die auf diesem Areal in einer Klavierfabrik schon im frühen 19. Jahrhundert perfektioniert wurde. Sie war im Besitz von "Frau von Stein".
Mit diesem Symbolweg ergänzte Prof. Gustav Peichl die von ihm entworfene Wohnanlage. "Denn es gibt eine Liebe zwischen Architektur und Garten, es gibt eine Liebe zwischen Architektur und Musik", bekräftigte Peichl bei einer Pressekonferenz. Der langjährige Professor an der Wiener Akademie der bildenden Künste will die 108 Wohneinheiten und den Park als "Beitrag zur Wiener Wohnkultur und zu einem gesitteten Städtebau mit maßstäblichem Gesicht" verstanden wissen.
Bezirksvorstehung Landstraße
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