Schulwegpläne für alle Volksschulen im Bezirk

Stadtrat DI Rudi Schicker, AUVA-Direktorin Mag.a Friederike Lackenbauer, Bezirksvorsteher Erich Hohenberger, Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl in der VS Apostelgasse
Für rund 17.000 Kinder in Wien hat Anfang September mit der Volksschule ein wichtiger Lebensabschnitt begonnen. Ein Lebensabschnitt, dem viele Eltern auch mit einer gewissen Sorge entgegenblicken - da ihrem Sprössling am Schulweg ein Unfall passieren könnte. Eine berechtigte Sorge, wie die Schülerunfallstatistik zeigt: Im Jahr 2009 sind in Wien 89 Kinder am Schulweg verunglückt.
Wertvolles Instrumentarium
"Verkehrserziehung muss konsequent durchgeführt und mit dem Schulwegtraining schon vor dem ersten Schultag begonnen werden. Eine wichtige Rolle dabei spielen Schulwegpläne. Sie sind ein wertvolles Instrumentarium für Eltern, um mit ihren Kindern sichere Wege einzustudieren und das Unfallrisiko zu minimieren. Schulwegpläne werden auch international als wichtiger Beitrag zur Reduzierung der Konflikte und des Unfallrisikos der Kinder im Straßenverkehr gesehen", so Friederike Lackenbauer, Direktorin der AUVA-Landesstelle Wien.
Das Projekt "Schulwegpläne für Wiener Volksschulen" wurde in der Landstraße von der AUVA-Landesstelle Wien gemeinsam mit der Abteilung Verkehrsorganisation und technische Verkehrsangelegenheiten (MA 46) erfolgreich abgeschlossen. Mit Beginn dieses Schuljahres sind damit alle elf Volksschulen im 3. Bezirk mit Schulwegplänen ausgestattet. Zu den zuletzt bearbeiteten Standorten zählte die Volksschule Apostelgasse 5.
Wien soll verkehrssicherste Stadt Europas bleiben
"Unsere Maßnahmen im Bereich der Verkehrssicherheit haben dort ihre Grenzen, wo menschliches Versagen zu Unfällen führt. Deshalb können wir nicht oft genug auf das richtige Verhalten im Straßenverkehr aufmerksam machen, sei es nun durch die erfolgreichen Schulwegpläne oder durch die Schutzweg-Aktion 'Achtung Zebra'. In jedem Fall gilt, dass die Gewährleistung der Verkehrssicherheit für die Stadt Wien oberste Priorität hat. Wir sind nicht umsonst die verkehrssicherste Stadt Europas und das wollen wir auch bleiben", sagte Stadtrat Rudi Schicker.
"Kinder sind in unserer komplexen, hoch technisierten Verkehrswelt sehr gefährdet. Einen sicheren Schulweg zu finden, ist eine berechtigte Sorge aller Eltern von Schulanfängern. Hier setzt die gemeinsame Aktion 'Schulwegpläne für Wiener Volksschulen' an. Besonders im Schulalter ist große Vorsicht geboten, denn mit der schrittweise selbstständigen Teilnahme der Schulkinder am Verkehrsgeschehen erreicht die Zahl der verunglückten Kinder im achten Lebensjahr einen Spitzenwert", so Wiens Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl.
Für den Bezirksvorsteher des 3. Bezirks, Erich Hohenberger, ist es vor allem wichtig, dass Kinder ihren Schulweg alleine und sicher bewältigen können: "In enger Zusammenarbeit mit den Landstraßer Bürgerinnen und Bürgern sowie der 'Lokalen Agenda' konnten wir in den letzten Jahren eine Vielzahl von Projekten zur Steigerung der Schulwegsicherheit umsetzen. Auch künftig wird unser Hauptaugenmerk auf der Sicherheit für unsere kleinsten Mitmenschen liegen."
Was sind Schulwegpläne?
Ein bewährtes Instrument zur Erhöhung der Schulwegsicherheit ist das Kooperationsprojekt "Schulwegpläne für Wiener Volksschulen" zwischen der AUVA-Landesstelle Wien und der MA 46. Diese in handlichem Format gedruckten Pläne erleichtern es, den sichersten Schulweg zu finden. Gut gekennzeichnet sind Konflikt- und Gefahrenstellen, die beste Straßenseite und die sichersten Fahrbahnquerungen. Aber nicht nur der sicherste Weg wird dargestellt. Spezielle Tipps sollen dazu anregen, den Schulweg konsequent zu trainieren.
Schulwegpläne: Erstmaliger Einsatz im Verkehrserziehungsunterricht der Wiener Polizei
Die Schulwegpläne dienen in erster Linie als Instrument für Eltern, um den sichersten Schulweg für ihre Kinder festzulegen und zu üben. Ab dem Schuljahr 2010/11 setzt die Wiener Polizei die Schulwegpläne gezielt im Verkehrserziehungsunterricht ein. Die eingezeichneten Gefahrenstellen werden von den Beamten vor Ort mit den Erstklasslern besprochen und geübt.
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