City Festwochen 2010 - künstlerisch besonders wertvoll
Zum zweiten Mal fanden heuer die City Festwochen statt. Dabei handelt es sich um ein besonders auf die Innere Stadt zugeschnittenes Kulturprojekt des 1. Bezirks. Zwischen 25. und 28. Mai 2010 konnte auf den verschiedensten Plätzen hervorragende Straßenmusik gehört werden, die Bäckerstraßen-Passage wurde von Kindern und zwei Künstlerinnen neu gestaltet und literarische Arbeiten von Schülerinnen und Schülern wurden in Kooperation mit dem Burgtheater im Kasino am Schwarzenberg interpretiert. Zusätzlich gab es im Vestibül im Burgtheater eine Vorstellung von "Parzival Shortcut", eine hochinteressante Produktion für Junge und Junggebliebene. Das besondere kulturelle Projekt umfasste somit im Wesentlichen drei Teile: ein musikalischer, ein bildnerischer und ein literarischer.
"Die drei großen Programm-Elemente der City Festwochen zeigen, worum es bei diesem Festival geht: es geht um das Ermöglichen eines kulturellen Prozesses, für den der kulturelle Boden der Inneren Stadt besonders geeignet ist. Es ist Kultur, die auf Tradition fußt, aber das kulturelle Experiment nicht scheut und auch im öffentlichen Raum der City wirkt und keine Kopie vom bestehenden Kulturangebot sein soll", so Bezirksvorsteherin Stenzel.
Straßenmusik einmal anders
Den Auftakt zu den City Festwochen 2010 bildete das Konzert dreier Ensembles in der Anna Kirche in der Annagasse. In dem herrlichen Kirchenraum spannten junge, top ausgebildete Musikerinnen und Musiker einen weiten Bogen von Klassik bis Jazz. Für das Konzept und die umfassenden Ensembles, bestehend aus 40 Musikerinnen und Musiker, war Kurator Johannes Pokorny verantwortlich. Diesbezüglich leistete er Großartiges. Die Ensembles boten zur Freude der Passanten "Straßenmusik einmal anders".
Passagengestaltung einmal anders

BVin Ursula Stenzel und die kleinen Künstlerinnen und Künstler eröffneten den Durchgang.
Bildergalerie von der Passagen-Eröffnung
Ein außergewöhnliches und gelungenes Projekt ist die Sanierung und künstlerische Gestaltung der Bäckerstraßen-Passage zwischen Dr.-Ignaz-Seipl-Platz und Postgasse. Hier haben Kinder der Volksschule Stubenbastei, unterstützt von Direktorin Brigitte Kranzl-Kromp und den beiden Lehrerinnen Renate Glogowatz und Maria-Anna Ypsilanti, ihre klugen Gedanken und Wünsche für das Leben in Sinnsprüche gefasst und auf die Wand gemalt. Das Gesamt-Design und die Ausgestaltung der Figuren stammt von den Grafikerinnen Miriam Strobach und Claudia Caceres. Ohne die Unterstützung der Bundesimmobilien-Gesellschaft (BIG), der dieses Objekt gehört, wäre dieses Kunstprojekt im öffentlichen Raum nicht möglich gewesen.
"Anerkennung verdienen vor allem die Schülerinnen und Schüler der Mehrstufenklasse der Volksschule Stubenbastei. Jedes Kind war zu Recht stolz auf seine jeweilige Arbeit, den Spruch, den es geprägt hat und der auch Erwachsenen einen sehr positiven Denkanstoß gibt", lobt Bezirksvorseherin Stenzel. Als kleine Belohnung gab es ein herrliches Eis vom Eissalon Schwedenplatz. Auf einer Tafel, die am Eingang im Bereich Postgasse angebracht ist, sind die Gestalterinnen, Gestalter und Kuratoren festgehalten sowie der Bezirksrat Friedl Fallmann (ÖVP). Er ist in diesem Grätzel verwurzelt und hat seit Jahren daran gearbeitet, dass die Kinder der Volksschule Stubenbastei dieser Passage ein neues Gesicht geben.
Literatur einmal anders
Wie bereits im Vorjahr war das literarische Schaffen junger Menschen, basierend auf der Tradition der Kaffeehaus-Literatur, ein Höhepunkt. Schriftsteller Christoph Braendle wirkte als Kurator. Bezirksvorsteherin Stenzel: "Jeder konnte Kostproben dieser Texte auf den LED-walls in der Inneren Stadt nachlesen. Es ist erstaunlich welches kreative Potenzial in jungen Menschen steckt, wenn man es zu heben versteht". Ein Beweis für die Qualität dieser Arbeiten ist es, dass die Schauspielerinnen und Schauspieler Cornelius Obonya, Andrea Clausen, Markus Meyer, Dorothée Hartinger, Andy Hallwaxx, Oliver Huether und Sona MacDonald sich der von den Jugendlichen verfassten Texte annahmen. Burgtheater-Direktor Matthias Hartmann stellte die Experimentierbühne des Burgtheaters, das Kasino am Schwarzenbergplatz, für diese Arbeiten zur Verfügung.
Mit großem persönlichen Elan und professionellem Einsatz fungierten wieder die beiden Chef-Kuratoren Katharina Albrecht-Stadler (MEA Culture) und Mag. Markus Huber (Collettiva Design). "Sie haben und hatten sehr großen Anteil am Gelingen der City Festwochen 2010", betonte Bezirksvorsteherin Stenzel.
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Bezirksvorstehung Innere Stadt
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