Einsatz für Ressourcen schonende Autos im 1. Bezirk

Ursula Stenzel in einen schwarzen, offenen Elektrofahrzeug

Bezirksvorsteherin Ursula Stenzel am Steuer des Elektrofahrzeuges

In Zeiten der immer höher werdenden Treibstoffpreise - sei es Benzin, Diesel oder Erdgas - sollte man sich alle Alternativen zu herkömmlichen Autos überlegen. Dazu zählen auch Elektro-Autos. Das meinen auch Bezirksvorsteherin Ursula Stenzel und Gemeinderat Norbert Walter, wie sie bereits bei einer gemeinsamen Präsentation eines Elektro-Autos im Sommer 2008 in der City erklärten.

Sie fordern eine Chance für ein Umwelt und Brieftasche schonendes Elektro-Auto, die rasche Realisierung der dafür notwendigen gesetzlichen Grundlagen und ein Pilotprojekt für den Einsatz von Elektro-Fahrzeugen als öffentliche Verkehrsmittel und im privaten Bereich in der City.

Linz als Vorbild

Da es in Linz ein Versuchsprojekt zum Test von Elektro-Autos des Typs "Explorer 6043P" gibt, will man die Diskussion über den Einsatz von Elektro-Autos auch in Wien weitferführen. 2008 wurde ein ausgefallenes Modell von Linz nach Wien überstellt. Das Auto des Typs "Hunter" ist äußerst Ressourcen schonend und benötigt laut Hersteller für 160 Kilometer lediglich Strom für 1,25 Euro.

Kraftstoff aus der Steckdose

Es gibt Elektro-Fahrzeuge, die bis zu 22 Sitzplätze haben und - je nach Modell - über einen Allrad-Antrieb verfügen, wenig Parkfläche brauchen und die Umwelt schonen. Sie eignen sich besonders im Stadtverkehr, aber auch für den Einsatz im ländlichen Gelände. Die Energie kommt aus der Steckdose. Die Ladedauer beträgt in der Regel sechs Stunden. Die Maximalgeschwindigkeit liegt je nach Modell bei 45 Stundenkilometern. Die Reichweiten liegen zwischen 50 und 90 Kilometern. Gerade in der Wiener Innenstadt wäre es ein Gewinn, auf Elektro-Busse umzustellen, wie Bezirksvorsteherin Stenzel meint.

Zulassungs-Hürden rasch beseitigen

Elektro-Fahrzeuge sind in Österreich derzeit nicht für den Straßenverkehr zugelassen. Aufgrund der in Österreich festgelegten Gewichtsbegrenzung von 350 Kilogramm kann das Modell "Hunter" nicht als Moped zugelassen werden; das Gefährt wiegt 450 Kilogramm. Bezirksvorsteherin Stenzel und Stadtrat Walter wünschen sich, dass die gesetzlichen Grundlagen geschaffen werden, damit Elektro-Autos in Österreich auch für den Straßenverkehr zugelassen werden können.

Großbritannien ist Vorreiter

Am Beispiel Großbritannien sieht man, dass es auch anders geht. Dort sind diese Autos als "Quadricycles" zugelassen. Das höchst zulässige Gewicht dieser Kategorie beträgt 600 kg. Die Autos fahren im Vereinigten Königreich mit einem regulären Autokennzeichen. Innerhalb von vier Jahren wurden in London über 1.000 Autos gekauft. Die drei wichtigsten Gründe dafür sind, dass Elektro-Autos in der "City of Westminster" gratis parken können, es schon einige Gratis-Strom-Tankstellen gibt und dass Elektro-Autos die so genannte "Congestion Charge", was bei uns einer "Umwelt-Verschmutzungs-Gebühr" gleich käme, nicht zahlen müssen.

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