Spatenstich für Neugestaltung der "Stadt des Kindes"

Spatenstich für die Bauarbeiten an der Wohnhausanlage "Stadt des Kindes": Vbgm. Ludwig, Penzings BVin Kalchbrenner und Hietzings BV Gerstbach
Die ehemalige "Stadt des Kindes" wird zur Wohnoase für Familien. Neben der Erhaltung und Sanierung eines charakteristischen Ensembles - bestehend aus zwei Familienhäusern und dem Gemeinschaftsgebäude mit Hallenbad, Sporthalle und Gemeinschaftsraum - entstehen ganz im Sinn des ursprünglichen städtebaulichen Konzepts Neubauten. Den Spatenstich für das Bauprojekt nahmen Vizebürgermeister Dr. Michael Ludwig, Andrea Kalchbrenner, Bezirksvorsteherin des 14. Bezirks, DI Heinz Gerstbach, Bezirksvorsteher des 13. Bezirks, sowie Vertreterinnen und Vertreter der Bauträger Arwag und Wiener Heim Ende Juli vor.
Naturnahes Wohnen direkt am Wienerwald
"In naher Zukunft wird die ehemalige 'Stadt des Kindes' wieder mit Leben und Kinderlachen erfüllt sein", freute sich Vizebürgermeister Michael Ludwig über den Start der Bau- und Sanierungsarbeiten. "Insgesamt werden dort 36 geförderte Mietwohnungen, 141 geförderte und 79 freifinanzierte Eigentumswohnungen geschaffen. Die Lage der Wohnungen direkt am Wienerwald wird zusätzlich durch großzügige private und gemeinschaftliche Frei- und Grünflächen unterstrichen. Optimal für Familien mit Kindern und all jene Wienerinnen und Wiener, die naturnahes Wohnen schätzen", betonte der Wiener Wohnbaustadtrat.
Aufwertung für Hietzing und Penzing
"Die Neunutzung des Areals für den Wohnbau, aber auch die Revitalisierung des Hallenbads, das zu bestimmten Zeiten allen Bezirksbewohnerinnen und -bewohnern offenstehen wird, bedeuten eine wichtige Belebung und Aufwertung des Penzinger und Hietzinger Bezirksteils der 'Stadt des Kindes'", hoben Bezirksvorsteherin Andrea Kalchbrenner und Bezirksvorsteher Heinz Gerstbach hervor.
Ausgezeichnete Wohnqualität in Grünlage
Die Wohnhausanlage "Stadt des Kindes" wird hauptsächlich Geschosswohnungen, aber auch reihenhausartige Wohnungen und Maisonetten mit zwei bis fünf Zimmern bieten. Alle Wohnungen haben Freibereiche, wie Loggien, Balkone, Terrassen oder Eigengärten. Das Altbestandsgebäude beinhaltet ein Schwimmbad mit Sauna sowie eine Sporthalle. Für die Bewohnerinnen und Bewohner wird ein großzügiger Gemeinschaftsraum mit Sanitär- und Abstellraum sowie einer großen Terrasse eingerichtet. Mehrere Kleinkinderspielplätze, ein Jugendspielplatz und eine Parkanlage der Stadt Wien mit neuem Rasenspielplatz sorgen für viel Platz zum Spielen und Austoben. Weiters stehen drei Müllräume, drei Waschküchen und mehrere Kinderwagen- und Fahrradräume zur Verfügung. Für die 256 Wohnungen sind zwei Tiefgaragen mit 258 Stellplätze vorgesehen.
Gute Verkehrsanbindung und Infrastruktur
Die neue Wohnhausanlage verfügt über gute Verkehrsanbindungen. Einkaufsmöglichkeiten und Unterhaltungsangebote in der Nähe bietet das Auhofcenter. In der Umgebung gibt es zahlreiche Möglichkeiten zum Wandern, Joggen und Radfahren.
Fertigstellung bis 2012
Die Fertigstellung der Wohnhausanlage ist für Mitte 2012 geplant. Bei den Bauträgern beginnt die Wohnungsvergabe mit Oktober 2012. Ein Drittel der geförderten Wohnungen wird durch das Wohnservice Wien vergeben.
Sanierung und Neubau
Die "Stadt des Kindes" war fast 30 Jahre lang ein Kinder- und Jugendheim der Stadt Wien. Dem Beginn der Arbeiten für die Sanierung der Altbauten und die Errichtung von vier Neubauten gingen mehrjährige intensive Bemühungen voran. Eine weiterführende Nutzung des Gebäudeensembles als Kinder- und Jugendheim kam aufgrund weiterentwickelter sozialpädagogischer Grundsätze nicht mehr in Betracht. Gleichzeitig entsprach die schlechte Bausubstanz sowie im speziellen die mangelnde Energieeffizienz der "Stadt des Kindes" in keiner Weise den heutigen Mindestanforderungen.
Eine komplette Sanierung der "Stadt des Kindes" erwies sich nicht nur als sehr schwierig, sondern auch als extrem kostspielig und daher nicht realisierbar. Bei der Neugestaltung wird das städtebauliche Konzept von Prof. Anton Schweighofer, der die "Stadt des Kindes" plante, gewahrt. Ein möglichst hoher Anteil der Bauten bleibt erhalten.
Die Gesamtbaukosten für die Erneuerungsarbeiten werden rund 37 Millionen Euro betragen. Die Stadt Wien stellt rund acht Millionen Euro an Fördermitteln bereit.
Bezirksvorstehung Hietzing
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