Parkanlage nach Adelheid Popp benannt
Mit der Namensgebung für eine Parkanlage in der Geblergasse ehrt der 17. Bezirk die Politikerin und Journalistin Adelheid Popp.

BVin Dr.in Ilse Pfeffer und BRin Elisabeth Loran vor der Gedenktafel für Adelheid Popp.
Am 11. Jänner 2012 eröffneten BVin Dr.in Ilse Pfeffer und die Vorsitzende der Bezirks-Kulturkommission BRin Elisabeth Loran den Adelheid-Popp-Park.
Mit der Namensgebung ehrt der 17. Bezirk die Politikerin und Journalistin. Die Namenspatronin gilt als eine der wichtigsten Wegbereiterinnen der sozialdemokratischen Frauenbewegung.
Adelheid Popp (1869 bis 1939)
Adelheid Popp (geborene Dworak) stammte aus schwierigsten sozialen Verhältnissen. Bereits mit zehn Jahren musste sie die Schule verlassen, um als Dienstmädchen und später als Heim- und Fabrikarbeiterin zum Familienunterhalt beizutragen. In den 1880er Jahren schloss sie sich der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei an. Mit 17 Jahren hielt sie auf einer Versammlung ihre erste flammende Rede über die unerträgliche Situation der Arbeiterinnen. 1891 trat Adelheid Popp dem Wiener Arbeiterinnen-Bildungsverein bei. 1893 wurde sie Vorsitzende des Lese- und Diskutierclubs Libertas, dessen umfangreiche Bibliothek später dem Arbeiter- und Arbeiterinnen-Bildungsverein Hernals übertragen wurde.
Von 1892 bis 1934 war Popp Redakteurin der von ihr mitbegründeten Wiener "Arbeiter Zeitung". Als das Blatt 1895 wegen "Herabwürdigung der Ehe und Familie" angeklagt wurde, wurde Adelheid Popp als verantwortliche Redakteurin zu einer Gefängnisstrafe verurteilt.
Adelheid Popp war die erste Frau, die im Parlament eine Rede hielt. Ihr Name stand auf dem ersten Gesetzesentwurf, der von einer Frau eingebracht wurde. Darin forderte sie bessere staatliche Hilfen für Familien von Gefallenen, Kriegsgefangenen und Vermissten.
Der Adelheid-Popp-Park befindet sich im Bereich Geblergasse gegenüber ONr. 74 bis 78.
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