Campus Monte Laa: Erster ganztägiger Lern- und Freizeitcampus gestartet

Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl, SR Christian Oxonitsch und BVin Hermine Mospointner auf Besuch bei den Kindern am Campus Monte Laa
In Favoriten hat mit Beginn des Schuljahres 2009/2010 der österreichweit erste Bildungscampus für Kinder von null bis zehn Jahren seinen Betrieb aufgenommen. Am Campus Monte Laa wird damit ein richtungsweisendes Bildungsmodell angeboten: Kindergarten und Volksschule werden ganztägig unter einem gemeinsamen Dach geführt. Kinder in verschiedenen Altersgruppen lernen und spielen gemeinsam. Lerneinheiten und Freizeitangebote wechseln einander ab.
Ende Oktober besuchten Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch, die amtsführende Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl und Bezirksvorsteherin Hermine Mospointner den Campus Monte Laa, um sich selbst ein Bild von der neuen Bildungseinrichtung zu machen.
Wichtiges Pilotprojekt für Wien
"Dieser Campus ist ein wichtiges Pilotprojekt für weitere Einrichtungen dieser Art in Wien. Das Besondere daran ist, dass Kinder bereits als Kleinkind hier anfangen und dann bis zum zehnten Lebensjahr am gleichen Standort bleiben können", erläutert Stadtrat Christian Oxonitsch. Beim Aufstieg vom Kindergarten in die Schule bleiben die Kinder in ihrer gewohnten räumlichen und sozialen Umgebung. Das neue Modell bietet noch einen weiteren Vorteil: "Einzigartig sind die Synergieeffekte, die beim Campusmodell genutzt werden können. Das betrifft sowohl die gemeinsame Nutzung der Räume als auch die inhaltliche Zusammenarbeit der Pädagoginnen und Pädagogen", betont Stadtradt Oxonitsch.
Die Kleinen lernen von den Großen und umgekehrt
Auch aus pädagogischer Sicht ist das Konzept der ganztägigen Bildungseinrichtung sinnvoll: "Hier lernen die Kleinen von den Großen und umgekehrt - und hier werden neben interessantem Unterricht auch Sport und Spaß ganz groß geschrieben", erklärt die amtsführende Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl.
Campus fördert sozialen Zusammenhalt
"Der gemeinsame Bildungscampus für die Kinder von null bis zehn Jahren bringt auch die neu zugezogenen Familien am Monte Laa näher zusammen und leistet damit einen wichtigen Beitrag für den sozialen Zusammenhalt in dem neuen Bezirksteil", hebt Bezirksvorsteherin Hermine Mospointner die integrative Bedeutung der Bildungseinrichtung für den 10. Bezirk hervor.
Das Konzept des Campus Monte Laa: Daten und Zahlen
- Der Campus-Kindergarten umfasst drei Krippen, zwei Kindergartengruppen, drei Familiengruppen und zwei Integrationskindergartengruppen für insgesamt 195 Kinder. Die Schwerpunkte sind offenes, gruppenübergreifendes und vernetztes Arbeiten, Bewegung, Kreativität und Musik sowie Sprachförderung und interkulturelle Erziehung.
- Die ganztägig geführte Volksschule ist im Herbst 2009 mit drei ersten Klassen und einer Mehrstufenklasse mit insgesamt 80 Kindern gestartet. In drei Jahren wird die Schule mit rund 400 Kindern und 16 Klassen voll ausgelastet sein. Lerneinheiten wechseln sich mit Freizeitangeboten ab. Der Schulbetrieb beginnt um 8 Uhr und dauert einschließlich Essenszeiten bis 15.30 Uhr.
- Ein zusätzliches Betreuungsangebot gibt es für alle Campus-Kinder vor 8 Uhr und nach 15.30 Uhr. Die Frühbetreuung wird vor allem von Eltern in Anspruch genommen, die frühzeitig zur Arbeit müssen. Nach 15.30 Uhr können die Kinder aus einem vielfältigen Freizeitangebot - von Sport, über Musik bis hin zu Forschen - auswählen. Das Campusmodell orientiert sich ganz nach den Bedürfnissen der Eltern. Im Bedarfsfall gibt es auch Betreuung in den Ferien und an schulfreien Tagen.
Der Campus Monte Laa in der Rudolf-Friemel-Gasse 3 befindet sich inmitten von neuen Wohnhausanlagen und in unmittelbarer Nähe zum Erholungsgebiet Laaer Wald. Der rund 8.500 Quadratmeter große Campus Monte Laa ist ein wichtiger Teil der Infrastruktur des modernen Stadtteils auf der Überplattung der Südost-Tangente. Die Stadt Wien hat rund 35 Millionen Euro in das Vorzeigeprojekt investiert.
Weitere geplante Campus-Standorte in Wien befinden sich am Nordbahnhof-Gelände, in der Donaufelder Straße in Floridsdorf und in der Seestadt Aspern.
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