Kanalnetz in der Donaustadt wird ausgebaut

BRin Margarete Pelikan, BV Norbert Scheed, DI Peter Ruso (Direktor Wien Kanal) und Gerhard Podloucka (Obmann Siedlerverein Lobau) bei der Auftaktveranstaltung zum Kanalausbau im Haus des Siedlervereins Lobau
Im 22. Bezirk werden insgesamt 76 Millionen Euro in den Ausbau des Kanalnetzes investiert. Beginnend mit Juli 2009 starteten 14 neue Kanalbauprojekte. Die Investition ist besonders in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ein wichtiger Impuls für die Sicherung der Arbeitsplätze in der Bauwirtschaft. Ebenfalls ist es eine notwendige Maßnahme, um die hohe Lebensqualität im Bezirk zu sichern beziehungsweise auszubauen. Die Mühsal des regelmäßigen Senkgrubenauspumpens wird für viele Donaustädterinnen und Donaustädter der Vergangenheit angehören.
Begonnen wurde der Ausbau mit einem 2,7 Kilometer langen Abschnitt im Bereich der Naufahrt, der im Oktober 2010 mit dem Abschnitt Franz-Pletersky-Weg endete.
Ende Oktober 2010 wurde mit dem Bau des "Asperner Sammelkanal Entlasters" begonnen. Der neue Transportkanal wird die Hauptschlagader für die Abwasserentsorgung der Siedlungsgebiete östlich des Biberhaufenweges sowie zukünftiger Stadtentwicklungsflächen. Durch den Asperner Sammelkanal Entlasters wird garantiert, dass auch zukünftig die Abwässer aus dem Einzugsgebiet der Donaustadt sicher und umweltfreundlich zur ebswien hauptkläranlage transportieren werden. Mittels modernster unterirdischer Bohr- und Presstechnik wird ein 1,7 Kilometer langer Rohrkanal mit einem Durchmesser von 1,8 Metern unter dem Biberhaufenweg neben der bestehenden Kanalisation errichtet.
Arbeitsplatzsicherung durch Kanalausbau
Etwa 60 Prozent der Gesamtkosten im Kanalbau fließen in den Anteil Lohn. Dies zeigen Erfahrungen aus früheren Kanalprojekten. In diesem Fall sind das über 45 Millionen Euro. Das Geld trägt unmittelbar dazu bei, Arbeitsplätze im Tiefbau und im Baunebengewerbe (Rohrhersteller, Beton-, Schotter- und Asphaltwerke) zu sichern.
Umweltgerechter Ausbau
Bezirksvorsteher Norbert Scheed betont auch den ökologischen Aspekt der Kanalbauprojekte: Die Siedlungsdichte und Stadtentwicklung im 22. Bezirk bietet eine große Chance, positive Maßnahmen für den Wasserkreislauf der Stadt zu setzen. Das wurde in der Donaustadt bereits in den 1980er-Jahren erkannt. Wo immer es möglich ist, wird unverschmutztes Niederschlagswasser wie Dach- und Hofwasser nicht in die Kanalisation eingeleitet, sondern an Ort und Stelle versickert. So wird es dem Grundwasserhaushalt wieder zugeführt.
Diese Strategie wird bei allen zukünftigen Kanalbauprojekten im Bezirk so weit wie möglich umgesetzt. Ohne Kanalnetz würde beispielsweise die zukünftige Seestadt Aspern alle 30 Sekunden einen Tanklaster benötigen, um die anfallenden Abwässer abzutransportieren.
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