Jugendparlament "word up!"

Jugendliche sitzen um einen großen, bunten Tisch

Im Jugendparlament können Jugendliche eigene Themen vorbringen und diskutieren.

Das Jugendparlament "word up!" wurde in der Brigittenau auch im Schuljahr 2011/2012 durchgeführt. Junge Menschen konnten wieder ihre Anliegen aktiv einbringen, Forderungen entwickeln und ihre Mitgestaltungsmöglichkeiten in Politik und Gesellschaft festlegen.

Nach Vorbereitungen, Workshops und Treffen werden nun in Abstimmung mit der Bezirksvertretung mehrere Maßnahmen umgesetzt.


Schwerpunkt Parkanlagen und Spielplätze

Bezirksvorsteher Hannes Derfler hat für die Umsetzung von Maßnahmen in Parkanlagen und auf Spielplätzen den Jugendlichen Budgetmittel des Bezirkes zur Verfügung gestellt. Die Jungparlamentarierinnen und Jungparlamentarier hatten die Aufgabe, in vier Arbeitsgruppen jeweils ein Maßnahmenpaket zu schnüren und für die erforderliche finanzielle Bedeckung zu sorgen.

Die Jugendlichen agierten dabei erfreulicherweise sehr solidarisch. So wurde nicht nur darauf geachtet, im eigenen Wirkungsbereich - sprich Park oder Spielplatz - möglichst viele Maßnahmen umzusetzen. Es wurde auch auf eigene Wünsche verzichtet, um die eingesparten Gelder anderen Arbeitsgruppen zur Realisierung teurerer und damit schwerer umzusetzender Maßnahmen zur Verfügung zu stellen.

Letztendlich einigte man sich auf folgendes Gesamtmaßnahmen-Paket:

  • Mortarapark: Zusätzlicher Tischtennistisch
  • Leipziger Platz: Erneuerung des Ballspielkäfigs inklusive Abdeckung mit Netz
  • Forsthauspark: Trennwand zwischen Wiese und Wellen am Skaterplatz
  • Pyramidenpark: Zwei neue Bänke
  • Kapaunplatz: Zwei Tore mit Netz

Breite Themenpalette

Viele Forderungen der Jugendlichen haben sich wieder auf andere Lebensbereiche im Bezirk bezogen. Beispielsweise gab es viele Meldungen zum Thema Verkehr und Beleuchtung von Straßen und Plätzen. Hier reichte die Palette von geforderten Intervallverdichtungen bei der Autobuslinien 5A, über verbesserte Ampelschaltungen bis hin zu Schutzwegwünschen. Auch die Themen Verbesserung der Sicherheit, Soziales sowie Forderungen nach mehr Sauberkeit wurden behandelt. Ein Themenschwerpunkt betraf sogar die Millennium-City, welche von den Jugendlichen häufig frequentiert wird.

Ziele, Hintergründe und Organisation des Jugendparlaments

Das Projekt "word up!" soll das Interesse von Kindern und Jugendlichen an der Politik wecken. Es sollen positive Erfahrungen der direkten Beteiligung an politischen Entscheidungsprozessen vermittelt werden. Das Jugendparlament hat aber auch das Ziel, die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen am gesellschaftlichen Leben zu stärken. Ihre gesellschaftlichen Teilhabechancen sollen vergrößert und politische Bildungsprozesse angeregt werden. Darüber hinaus werden den Schülerinnen und Schülern bei dem Projekt die politischen Bezirksstrukturen und deren Zusammenhänge näher gebracht.

Das Jugendparlament richtet sich an alle rund 600 Schülerinnen und Schüler der achten Schulstufe im 20. Bezirk. Sie besuchen die Schulen KMS Greiseneckergasse, KMS Pöchlarnstraße, KMS Staudingergasse, KMS Stromstraße, Neue Mittelschule Leipziger Platz und GRgORg Karajangasse (Brigittenauer Gymnasium).

"word up!" wird von der Bezirksvertretung Brigittenau finanziert, vom Verein Wiener Jugendzentren organisiert und von der Jugendarbeit 20 (Base 20 und BackBone 20) durchgeführt.

Ablauf 2011/2012

Ablauf des Jugendparlaments "word up!" im Schuljahr 2011/2012

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