Gedenktafel für Nazi-Opfer an der Schubert-Schule enthüllt

Personengruppe vor einer Gedenktafel

Die ehemaligen Schüler David Paul Singer und Ari Rath mit BVin Martina Malyar vor der Gedenktafel

An der Volksschule Grünentorgasse wurde am 1. April eine Gedenktafel für die Opfer des Holocaust enthüllt. Die feierliche Enthüllung wurde von zwei Überlebenden, den ehemaligen Schülern Ari Rath und David Paul Singer, im Beisein von BVin Martina Malyar vorgenommen.

Gedenken an Gotthold Antscherl

Die Gedenktafel erinnert an den Religionslehrer Gotthold Antscherl, der von den Nazis ermordet wurde. Die Tafel erinnert zudem an die jüdischen Lehrkräfte sowie an die Schülerinnen und Schüler, die unter der NS-Herrschaft von der Schule ausgeschlossen wurden. Viele von ihnen wurden von den Nazis ermordet.

Erinnerungen von Überlebenden

An der Gedenkfeier nahmen rund 100 Menschen teil, darunter einige Überlebende sowie Ehrengäste aus der jüdischen Gemeinde. Beim Gedenkakt erinnerten sich die überlebenden Schüler Ari Rath und David Paul Singer an ihren ehemaligen Lehrer und ihre Klassenkameraden. Schülerinnen und Schüler der Schubert-Schule zündeten im Gedenken an die Opfer Kerzen an. Die Kinder verlasen Botschaften zu Ehren der Toten.

Steinerne Gedenktafel, davor Kerzen

Schülerinnen und Schüler der Schubert-Schule zündeten Kerzen für die Opfer an.

Mahnung gegen das Vergessen

In ihrer Ansprache gedachte BVin Martina Malyar der Opfer des Nationalsozialismus und warnte vor dem Verdrängen und Vergessen. Sie würdigte die wissenschaftliche Aufarbeitung der Nazi-Gräuel durch den Verein "Servitengasse 1938". Die Bezirksvorsteherin dankte den Schülerinnen und Schülern für die Gestaltung der Gedenkfeier. "Es ist wichtig, dass sich die Kinder hier und heute einbringen und dass sie wissen, was in der Nazizeit passiert ist", so BVin Malyar.

Breite Unterstützung für Erinnerungsarbeit

Initiiert wurde die Errichtung der Gedenktafel vom Verein "Servitengasse 1938" unter Mithilfe der heutigen Direktorin der Schubert-Schule, Mag.a Karin Emmett und ihrem Team. Unterstützt wurde das Projekt von der Bezirksvertretung Alsergrund.

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