Ausstellung "Wiener Neustädter Kanal und Aspangbahn"
Die Stadtarchäologie legte auf den Aspanggründen Überreste von Wiener Neustädter Kanal und Aspangbahn frei. Die Ausstellung über dieses spannende Kapitel des österreichischen Verkehrswesens ist von 1. März 2013 bis bis 27. Juni 2014 zu sehen.

Gleisbrückenwaage zum Abwiegen der beladenen Güterwaggons auf dem Areal des ehemaligen Aspangbahnhofs
Die Ausstellung spannt einen Bogen von Planern und Investoren des Wiener Neustädter Kanals über bautechnische Meisterleistungen und finanzielle Probleme bis zu Infrastruktur, Fuhrpark und transportierten Gütern. Archäologische Entdeckungen baulicher Überreste von Kanal und Aspangbahn sowie erstmals öffentlich gezeigte, historische Pläne schlagen zusammen mit Fotos der noch bestehenden Kanalabschnitte eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
Aus Hafengelände wurde Bahnhof
An den Kanal erinnern in Wien heute nur mehr die S-Bahntrasse zwischen den Stationen Wien Mitte und Rennweg sowie die Straße "Am Kanal" in Simmering. Niederösterreich betreibt hingegen immer noch einen 36 Kilometer langen Abschnitt als Werkskanal, dessen Begleitwege sehenswerte Erholungsräume erschließen.
Die für Simmerings räumliche und wirtschaftliche Entwicklung bedeutende Wasserstraße wurde 1797 bis 1803 nach dem Vorbild zeitgenössischer britischer Kanäle gebaut und sollte in erster Linie dem Kohlentransport aus dem Raum Wiener Neustadt und Ödenburg nach Wien dienen sowie langfristig Donau und Adria miteinander verbinden. Obwohl ihr Weiterbau 1811 aus wirtschaftlichen und politischen Gründen auf der Pöttschinger Höhe zum Stillstand kam, konnten die Betreiber des Kanals, allen voran die „Ziegelbarone“ Miesbach und Drasche, bis zum Ende des 19. Jahrhunderts Gewinne erwirtschaften.
Entstanden am Vorabend des Eisenbahnzeitalters wurde der Kanal als Transportweg erst 1881 durch die "Eisenbahn Wien-Aspang" ersetzt, eine Bahn, die das Schicksal des Kanals teilte. Ursprünglich geplant als "Wien–Saloniki–Bahn" blieb die Aspangbahn bis heute eine, wenngleich lange Zeit erfolgreiche, Nebenbahn.
Eine Ausstellung der Stadtarchäologie Wien in Kooperation mit dem Bezirksmuseum Simmering.
Veranstaltungsdetails
- Ausstellungsdauer: 1. März 2013 bis 27. Juni 2014
- Ort: Bezirksmuseum Simmering, 11., Enkplatz 2
Fahrplanauskunft - Öffnungszeiten: Freitag von 14 bis 17 Uhr, 1. und 3. Sonntag im Monat von 10 bis 12.30 Uhr
- Information: Telefon: 01 4000-11127, E-Mail: bm1110@bezirksmuseum.at
- Eintritt: frei
Stadtarchäologie Wien
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