Wiener Ausbildungsgarantie

Bäckerlehrling mit frischem Backwerk

Mit der Wiener Ausbildungsgarantie unterstützt der waff gemeinsam mit dem AMS Wien Jugendliche beim Berufseinstieg. Die Initiative bietet Jugendlichen:

  • eine Lehrstelle in einem Betrieb oder einer Lehrwerkstätte
  • Unterstützung beim Übergang von der Schule in den Beruf
  • Hilfe beim Nachholen von Bildungsabschlüssen

Ziel der Wiener Ausbildungsgarantie ist, dass möglichst viele Jugendliche eine weiterführende Ausbildung in Angriff nehmen. Über 90 Prozent aller Jugendlichen, die Jahr für Jahr die Schulpflicht absolvieren, entscheiden sich für eine weiterführende Ausbildung. Je besser die Ausbildung ist, umso seltener wird man arbeitslos. Mit der Wiener Ausbildungsgarantie wurde auch in der Wirtschaftskrise dafür gesorgt, dass den Jugendlichen Ausbildungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. So wurde die Zahl der überbetrieblichen Lehrplätze in dieser Zeit ausgebaut. Die Lehrstellensuchenden sind in der selben Zeit um 20 Prozent weniger geworden. Die Jugendarbeitslosigkeit wurde eingedämmt.

In Wien wurde ein System für all jene eingezogen, die am Übergang zwischen der Schule in den Beruf Probleme haben. Diese Jugendlichen bekommen zielgerichtete Beratung und Unterstützung. Damit wird verhindert, dass Jugendliche sprichwörtlich auf der Straße landen.

"Kümmer-Nummer" - Beratung für Jugendliche nach Ende der Schulpflicht

4.500 Fachkräfte für den Wirtschaftsstandort Wien

Die Stadt Wien und das AMS Wien bieten seit 2008 jenen Jugendlichen, die keine Lehrstelle in einem Betrieb erhalten, mit der Wiener Ausbildungsgarantie die Möglichkeit, die Lehre in einer überbetrieblichen Lehrwerkstätte zu absolvieren. 4.500 Jugendliche besuchten im Verlauf des jetzt zu Ende gehenden Lehrjahres diese Ausbildungseinrichtungen. Dort können sie - falls notwendig - ihre gesamte Lehre machen. Heuer schließen die ersten Jugendlichen ihre Ausbildung ab. Damit wird auch einem drohenden Fachkräftemangel entgegengewirkt.

In Wien gab es im Jahr 2010 rund 19.200 Lehrlinge in 4.400 Betrieben. Das waren um 400 mehr als im Jahr zuvor. Der Zuwachs an Lehrstellen ist in erster Linie auf den Ausbau der überbetrieblichen Lehrwerkstätten zurückzuführen.

Insgesamt werden Lehrplätze in rund 30 verschiedenen Berufen angeboten. Dazu gehören traditionelle Berufe ebenso wie hochspezialisierte Zukunftsberufe wie Mechatronikerin beziehungsweise Mechatroniker oder EDV-Systemtechnikerin beziehungsweise -techniker.

Lehrwerkstätten

Wie in einer betrieblichen Lehre besuchen die Lehrlinge regulär die Berufsschule und bekommen dort ihre theoretische Ausbildung. Die praktische Seite ihres Berufs erlernen sie in einer Ausbildungseinrichtung, in der möglichst praxisnah gearbeitet wird. Regelmäßig absolvieren die Lehrlinge auch Praktika in Betrieben. Für die Jugendlichen gibt es gezielte Lernunterstützung und gegebenenfalls auch sozialpädagogische Betreuung.

Die Ausbildung in den Lehrwerkstätten wird auch von den Wiener Betrieben anerkannt. Immer mehr Betriebe übernehmen Lehrlinge aus den Lehrwerkstätten nach einem Praktikum in ein reguläres Lehrverhältnis. In manchen Berufen finden über 30 Prozent der Lehrlinge schon vor Ende der Lehrzeit eine Lehrstelle in einem Betrieb.

Kampagne

Mit einer breit angelegten Imagekampagne wird die Wiener Ausbildungsgarantie als Unterstützungssystem für junge Wienerinnen und Wiener bekannt gemacht. In der Feriensaison ist es wichtig, sich um die berufliche Zukunft zu kümmern und sich eine Lehrstelle oder einen Ausbildungsplatz zu sichern.

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