Aufenthaltstitel "Rot-Weiß-Rot - Karte plus" für Familienangehörige von Personen mit Aufenthaltstitel "Rot-Weiß-Rot - Karte" oder "Blaue Karte EU" (Schlüsselkräfte) - Antrag

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Allgemeine Informationen

Für einen längerfristigen (also nicht bloß vorübergehenden) Aufenthalt im Bundesgebiet mit Niederlassungsabsicht wird ein Aufenthaltstitel oder eine Niederlassungsbewilligung erteilt.

Voraussetzungen

EhepartnerInnen oder eingetragene PartnerInnen müssen bei Erstantragstellung mindestens 21 Jahre alt sein, Kinder müssen ledig und jünger als 18 Jahre sein.

Seit 1. Juli 2011 muss bei Erstantragstellung ein Nachweis über Deutschkenntnisse auf A1-Level vorgelegt werden.

Ausnahmen:

  • Personen, die eine "Rot-Weiß-Rot - Karte" oder "Blaue Karte EU" beantragen
  • Familienangehörige von "Rot-Weiß-Rot - Karten"-BesitzerInnen "Besonders Hochqualifizierte"
  • Familienangehörige von Personen, die einen Aufenthaltstitel "Blaue Karte EU" beantragen
  • Kinder bis 14 Jahre
  • Personen, denen wegen ihres dauerhaft schlechten physischen oder psychischen Gesundheitszustandes die Erbringung nicht zugemutet werden kann (amtsärztliches oder vertrauensärztliches Gutachten)

Familienangehörige von "Rot-Weiß-Rot - Karte"- oder "Blaue Karte EU"-BesitzerInnen müssen die Integrationsvereinbarung erfüllen.

Fristen und Termine

Die Verlängerung muss vor Ablauf der Gültigkeit des Aufenthaltstitels beantragt werden. Für Drittstaatsangehörige, die in den letzten fünf Jahren ununterbrochen zur Niederlassung berechtigt waren, besteht die Möglichkeit, anschließend den Aufenthaltstitel "Daueraufenthalt - EU" zu erlangen, sofern Modul II der Integrationsvereinbarung (B1 GER) erfüllt ist.

Im Verlängerungsfall kann wieder eine "Rot-Weiß-Rot - Karte plus" erteilt werden. Frühestens nach zwei Jahren Niederlassung und Erfüllung des Moduls I der Integrationsvereinbarung (A2 GER) kann ein dreijähriger Aufenthaltstitel erteilt werden.

Zuständige Stelle

Für Erstanträge auf Aufenthaltstitel für Familienangehörige von Schlüsselkräften, "ausgenommen Erwerbstätigkeit" und "Familiennachzug" (Angehörige von Personen, die bereits länger in Österreich niedergelassen sind) ist die Einwanderungsbehörde (MA 35) zuständig:

Fachbereich Einwanderung Referat 2.0 - "Erstanträge"

Für Verlängerungsanträge ist die Einwanderungsbehörde (MA 35) zuständig:

Fachbereich Einwanderung - Außenstellen in den Bezirken

KundInnenverkehr: Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag von 8 bis 12 Uhr, Donnerstag zusätzlich von 15.30 bis 17.30 Uhr
Am Karfreitag, am Heiligen Abend (24.12.) und zu Silvester (31.12.) von 8 bis 11 Uhr; an gesetzlichen Feiertagen geschlossen
Amtsstunden: Montag bis Freitag von 7.30 bis 15.30 Uhr, Donnerstag zusätzlich von 15.30 bis 17.30 Uhr
Am Karfreitag, am Heiligen Abend (24.12.) und zu Silvester (31.12.) von 7.30 bis 12 Uhr; an gesetzlichen Feiertagen geschlossen
Wichtiger Hinweis: Am Donnerstag gibt es am Nachmittag nur Journaldienst. Da üblicherweise zu dieser Zeit sehr viele KundInnen vorsprechen, muss mit längeren Wartezeiten gerechnet werden.

Erforderliche Unterlagen

Pro Person muss ein in deutscher Sprache verfasster "Antrag auf Erteilung eines Aufenthaltstitels" mit Angabe des Aufenthaltszweckes ausgefüllt werden.

Die Dokumente müssen im Original vorgelegt werden, es werden jedoch grundsätzlich nur Kopien einbehalten.

Die Originaldokumente müssen, je nach Ausstellungsstaat, mit diplomatischer Beglaubigung oder Apostille versehen und gemeinsam mit der von GerichtsdolmetscherInnen beglaubigten Übersetzung vorgelegt werden. Beglaubigt werden müssen grundsätzlich Geburtsurkunde, Urkunde der Heirat oder Eingetragenen Partnerschaft, Führungszeugnis, ggf. Urkunde der Ehescheidung oder Auflösung der Eingetragenen Partnerschaft, Sterbeurkunde.

Allen Anträgen müssen immer folgende Urkunden und Nachweise beigelegt werden:

  • Gültiges Reisedokument
  • Aktuelles biometrisches Passfoto
  • Geburtsurkunde
  • Erforderlichenfalls:
    • Urkunde der Heirat oder Eingetragenen Partnerschaft
    • Urkunde der Ehescheidung oder Auflösung der Eingetragenen Partnerschaft
    • Urkunde über Adoption
    • Nachweis oder Urkunde über etwaige Verwandtschaftsverhältnisse
    • Sterbeurkunde
  • Nachweis des Rechtsanspruchs auf eine ortsübliche Unterkunft (Eigentumsnachweise, Miet- oder Untermietverträge)
  • Nachweis über die Höhe der Mietbelastung bzw. der Betriebskosten der Unterkunft
  • Nachweis über einen in Österreich geltenden Krankenversicherungsschutz
  • Nachweis des gesicherten Lebensunterhalts (Lohnzettel, Lohnbestätigungen, Dienstverträge, Bestätigungen über Pensionsleistungen des Haftenden)
  • Bei selbständig Erwerbstätigkeit der Zusammenführenden:
    • Gewerberechtliche Bewilligung
    • Bestätigung der SteuerberaterInnen über Geschäftsführergehalt bzw. Entnahmen
    • Einkommenssteuerbescheid - wenn vorhanden
    • Gewinn-/Verlustrechnung (Bestätigung der SteuerberaterInnen) - wenn vorhanden
    • Einnahmen-/Ausgabenrechnung (Bestätigung der SteuerberaterInnen)
  • Nachweis über allfällige Kreditbelastungen (z. B. durch einen aktuellen Auszug aus der Evidenz eines staatlich anerkannten Kreditverbandes)
  • Bei Erstanträgen:
  • Im Einzelfall kann die Vorlage weiterer Dokumente erforderlich sein.

Das Modul I der Integrationsvereinbarung (A2 GER) muss erfüllt werden.

Kosten und Zahlung

Pauschalgebühr: zirka 120 Euro.
Über die Pauschalgebühr hinaus müssen ausländische Personenstandsurkunden vergebührt werden. Je nach Art des Dokuments beträgt die Gebühr 3,90 Euro, 7,20 Euro oder 14,30 Euro.

Der Aufenthaltstitel wird nach Bezahlung der Gebühr ausgehändigt. Gebühren können in bar oder elektronisch mittels Bankomat- oder Kreditkarte bezahlt werden.

Rechnungen und Zahlungen
Ansprechpartnerin in Zahlungsfragen ist die MA 6 - Buchhaltungsabteilung 40.

Formular

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Zusätzliche Informationen

Der zu erteilende Aufenthaltszweck sowie die Geltungsdauer richtet sich nach dem Aufenthaltstitel bzw. der Niederlassungsbewilligung der zusammenführenden Person. Familienangehörige können Personen mit Aufenthaltstitel "Rot-Weiß-Rot - Karte" oder "Blaue Karte EU" (Schlüsselkräften) sein.

Für Familienangehörige von InhaberInnen einer "Rot-Weiß-Rot - Karte" oder "Blaue Karte EU" wird die "Rot-Weiß-Rot - Karte plus" erteilt. Diese gewährt freien Arbeitsmarktzugang.

Die Erstniederlassungsbewilligung ist quotenfrei.

Homepage: Einwanderung, Staatsbürgerschaft, Standesamt

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